Siemens liefert nachhaltige Energie für Galapagos-Insel

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Nach nur zehn Monaten Planungs- und zehn Monaten Umsetzungszeit wurde das von Siemens installierte Hybridkraftwerk auf der Galapagos-Insel Isabela Ende November 2018 eingeweiht (Foto: Siemens)
Datum: 07. Dezember 2018
Uhrzeit: 13:22 Uhr
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Autor: Redaktion
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Nach nur zehn Monaten Planungs- und zehn Monaten Umsetzungszeit wurde das von Siemens installierte Hybridkraftwerk auf der Galapagos-Insel Isabela eingeweiht. Ziel des Projekts war es, die derzeitige Stromerzeugungsstruktur, die auf fossilen Brennstoffen basiert, auf ein Hybridsystem mit mehreren Primärenergieträgern umzustellen. Das System ist so konzipiert, dass es klimaneutral mit Biokraftstoff und Sonnenenergie arbeiten kann und versorgt knapp 900 Haushalte auf der weitaus größten Galapagos-Insel mit Strom.

Siemens realisierte dafür eine 952 kWp Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher mit einer Leistung von bis zu 660 kW und ein Generatoren-Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 1625 kW. „Wir sind stolz, mit unserer klimaneutralen Technologie zum Schutz der Galapagos-Inseln beizutragen“, sagte John Kovach, Leiter für dezentrale Energiesysteme bei Siemens. „Wir haben das erste lokale Energiesystem seiner Art geliefert und ermöglichen unserem Kunden damit, wichtige langfristige Umweltziele zu erreichen“. Die Anlage wird von Siemens-Mindsphere Application Centern in München und Austin, Texas für effektiven Service vor Ort fernüberwacht. Den Auftrag für das Projekt erteilte das Ministerium für Elektrizität und erneuerbare Energien Ecuadors (MEER). Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützte das Projekt finanziell, als Projektberater agierte Lahmeyer International. Der Betrieb der Anlage erfolgt durch den lokalen Energieversorger Elecgalapagos.

Die Energielandschaft der Galapagos-Inseln ist momentan durch eine instabile, CO2-intensive Versorgung bedroht, die zu einem Großteil auf der Stromgewinnung aus thermischer Energie basiert. Im Hinblick auf den Status als UNESCO-Weltnatur-Erbe zielt das Programm „Null fossile Brennstoffe auf den Galapagosinseln“ der ecuadorianischen Regierung darauf ab, die Energieversorgung des Archipels vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Im Mittelpunkt dieser Politik stehen ein effizienterer Energieverbrauch, die Nutzung von Wind- und Sonnenenergie sowie der Ersatz fossiler Brennstoffe durch reine Pflanzenöle. Es ist geplant, das Öl der einheimischen Pflanze Jatropha Curcas als Biokraftstoff zu verwenden, das durch einheimische Produktion auf dem Festland bereitgestellt werden soll.

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