Venezuela: EU stockt Soforthilfe um 50 Millionen Euro auf

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Wirtschaftliche Analphabeten haben das einst reichste Land Lateinamerikas in den Ruin getrieben (Foto: AlexProimos)
Datum: 27. März 2019
Uhrzeit: 13:31 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Da sich die soziale und wirtschaftliche Krise in Venezuela weiterhin verschärft, stellt die Europäische Kommission weitere 50 Millionen Euro an Soforthilfe zur Verfügung, um den bedürftigsten Venezolanern zu helfen. Die am Mittwoch (27.) angekündigte Hilfe beruht auch auf der Zusage der EU, im Einklang mit der Erklärung von Montevideo der Internationalen Kontaktgruppe weitere Hilfe zu mobilisieren. Seit 2018 hat die EU zur Bewältigung dieser regionalen Krise insgesamt 117,6 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini erklärte dazu: „Die Europäische Union steht weiterhin an der Spitze der internationalen Mobilisierung zur Unterstützung des venezolanischen Volkes. Wir bemühen uns um die Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit, um sicherzustellen, dass die humanitäre Hilfe, einschließlich dieser neuen Hilfezusage, die bedürftigen Menschen inner- und außerhalb Venezuelas in unparteiischer Weise und über unabhängige Kanäle erreicht, ohne dass versucht wird, die Hilfeleistungen zu politisieren.“

Der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides fügte hinzu: „Die EU steht der Bevölkerung Venezuelas in dieser kritischen Zeit zur Seite. Wir verstärken daher unsere Unterstützung und unsere Hilfsmaßnahmen in Venezuela und in der Region. Unsere jetzige zusätzliche Hilfe umfasst Notunterkünfte, Gesundheitsversorgung, Nahrungsmittelhilfe, Nährstoffversorgung, Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung sowie Bildungsmaßnahmen für Kinder.“

Im vergangenen Jahr besuchte Kommissar Stylianides die Grenze zu Venezuela im Osten Kolumbiens, wo Tausenden Migranten die Grenzbrücke Simon Bolivar überquert haben. Die EU leistet seit mehreren Jahren sowohl in Venezuela selbst als auch in den Nachbarländern Hilfe, indem sie vor Ort tätigen humanitären Partnerorganisationen Gelder zur Verfügung stellt.

Die humanitäre Hilfe der EU wird nach einem strikt bedarfsorientierten Ansatz zugewiesen, für den zudem die humanitären Grundsätze der Neutralität, der Unparteilichkeit und der Unabhängigkeit maßgeblich sind. Die Hilfe zielt darauf ab, menschliches Leid unabhängig von politischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Erwägungen zu lindern.

Hintergrund

In Venezuela herrscht seit fünf Jahren eine Wirtschaftsrezession, die mit einer Hyperinflation einhergeht. Diese Situation hat zum Zusammenbruch des Gesundheits- und Bildungssystems sowie zu Nahrungs- und Arzneimittelknappheit geführt; weitere Folgen sind Gewalt und Unsicherheit. In einigen Landesteilen hat die Unterernährung von Kindern ein kritisches Ausmaß erreicht.

Außerdem hat die anhaltende Krise beispiellose Migrationsbewegungen ausgelöst. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben schätzungsweise 3,4 Millionen Venezolaner in anderen Teilen der Region Zuflucht gesucht, davon über 1,1 Millionen in Kolumbien, mehr als 506 000 in Peru und 221 000 in Ecuador. Zahlreiche weitere Personen sind in andere Länder Südamerikas, der Karibik und Mittelamerikas geflohen. Es handelt sich um den größten Migrationsstrom, der jemals in Lateinamerika verzeichnet wurde.

Die EU-Hilfe kommt den am stärksten gefährdeten Gruppen zugute, wie etwa Kindern unter fünf Jahren, schwangeren und stillenden Müttern, älteren Menschen und indigenen Bevölkerungsgruppen. Außerdem setzt sich die Europäische Union weiterhin aktiv für eine Beilegung der mehrdimensionalen Krise in Venezuela ein und erkennt an, dass es sich in jedem Fall um eine demokratische, friedliche und von den Venezolanern eigenverantwortlich herbeigeführte Lösung handeln muss. Am 7. Februar wurde die Internationale Kontaktgruppe eingesetzt. Ihr klarer Auftrag besteht darin, dringend notwendige Hilfeleistungen im Einklang mit den international vereinbarten Grundsätzen der humanitären Hilfe zu ermöglichen und die notwendigen Garantien für einen glaubwürdigen Wahlprozess in Venezuela zu schaffen.

Video: Kommissar Stylianides zur humanitären Lage in Venezuela

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  1. 1
    miguel-ito

    Wie unterstütze man ein korruptes Regime! Schenkt denen noch mehr Geld! Jeder normal denkende Mensch weiß, wo die Kohle landet / versandet >> in der Mirafloresbrut!!!! Kein einziger Cent / Bolivar wird bei der Bevölkerung ankommen! Oder soll denen ein eventueller „Abgang“ versüsst werden? Die haben doch eh schon längst ausgesorgt und werden im „‌Notfall“ ihr Plätzchen finden! Maduro und seine Konsorten mögen bitte die Geschichtsbücher aufschlagen>> Somoza (damals Diktator in Nicaragua) hatte sich, nach sein Sturz, auch abgesetzt! Auch er wurde (nach Jahren) gefunden; Sein Schicksal ist bekannt!

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