Gefahr durch Sargassum an den Stränden der mexikanischen Karibik

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Eine der Hauptattraktionen Mexikos ist das türkisfarbene Wasser und der weiße Sand seiner Strände. Sind diese von Algen bedeckt, werden Touristen sie nicht besuchen wollen (Foto: Twitter)
Datum: 15. Mai 2019
Uhrzeit: 14:43 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bereits in der vergangenen Saison wurden die Strände der Karibik von der massiven Ankunft einer Art Seegras heimgesucht. Die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) warnte vor der Invasion von Meeresalgen, die Regierung von Barbados hatte am 7. Juni vergangenen Jahres einen nationalen Notfall wegen der massiven Ankunft dieser stinkenden Algen namens „Sargassum“ (Golftange) an lokalen Stränden ausgerufen. Kurz danach zog das Tourismusministerin des mexikanischen Bundesstaates Quintana Roo nach und rief eine Katastrophenerklärung (Declaración de Desastre) aus. Die Gefahr von Sargassum an den Stränden der mexikanischen Karibik nimmt weiter zu, Touristen in mexikanischen Resorts wie Cancun, Playa del Carmen und Tulum beklagen sich nun erneut über den stinkenden Geruch, den die Algen verbreiten. Experten warnen davor, dass dies die neue Realität der Region sein könnte.

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Der Küstenabschnitt „Riviera Maya“ generiert die Hälfte des Tourismuseinkommens des Landes und bis 2014 hatte das Sargasso kaum die Ufer erreicht. Eine mögliche Kombination aus Klimawandel, Verschmutzung durch den Einsatz von Düngemitteln sowie eine Änderung der Meeresströmungen werden als Auslöser für das Problem bezeichnet. Im Bundesstaat Quintana Roo, wo sich Cancun, Playa del Carmen und Tulum befinden, ist der Tourismus durch die Algen ernsthaft bedroht. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador wird in dieser Woche einen Aktionsplan vorstellen, in dem das Marineministerium eine wichtige Rolle bei der Lösung dieses Problems spielen wird. Aktuell haben sich die Hotels der“ Riviera Maya“ zusammengeschlossen, um langfristige Strategien zur Bekämpfung von Sargassum zu entwickeln. Bereits jetzt gibt der Bundesstaat Quintana Roo monatlich fast eine Million Pesos (etwa 45.000 US-Dollar) für die Reinigung der Strände aus.

Sargassum hat seinen Ursprung in der Sargassosee, im Atlantik, zwischen den Küsten der Vereinigten Staaten und Europas. Seit mehr als fünf Jahren ist jedoch ein großer Teil davon abgetrennt und befindet sich zwischen den Küsten Afrikas und Brasiliens, von wo aus die Meeresströmungen die Alge in Richtung Karibik befördern.

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