Vereinte Nationen bestätigen Folter und außergerichtliche Tötungen in Venezuela – Update

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Korvettenkapitän Rafael Acosta Arévalo war vor wenigen Tagen an den Folgen der Folterung verstorben (Foto: Twitter)
Datum: 05. Juli 2019
Uhrzeit: 09:24 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation der Vereinten Nationen gibt es eine Strategie des venezolanischen Regimes „die darauf abzielt, die politische Opposition und diejenigen, die die Regierung kritisieren, zu neutralisieren, zu unterdrücken und zu kriminalisieren“. Demnach werden Häftlinge systematisch mit Strom malträtiert, verprügelt und ausgehungert. Das UNO-Dokument spricht von drastischen Zuständen in Venezuelas Gefängnissen. Die von Diktator Nicolás Maduro eingesetzte „Sonderpolizei“ (FAES, Fuerzas de Acciones Especiales) ist hauptsächlich für die Hinrichtungen verantwortlich.

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet forderte die politische Führung auf, die Spezialeinheit aufzulösen und die mutmaßlichen Hinrichtungen unabhängig und unparteiisch untersuchen zu lassen. Der Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen, der sich auf 558 Aussagen von Opfern und Zeugen stützt, bezeichnet die Zahl der festgestellten Tötungen als „schockierend hoch“. Zudem werden zahlreiche und bestialische Fälle von Folterungen dokumentiert, Waterboarding, Vergewaltigung und Nahrungsmittelentzug sind die gängigen „Methoden“ der Maduro-Schergen. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass der venezolanische Staat das Recht auf Nahrung und Gesundheitsfürsorge für die Bevölkerung nicht garantiert.

Das kriminelle Regime hat den UN-Bericht abgelehnt. „Er ist von Fehlern und falschen Behauptungen geprägt“, so Maduro.

Update, 6. Juli

Nach Vorlage des Berichts über die Menschenrechtsverletzungen in Venezuela hat das Maduro-Regime 22 politische Gefangene freigelassen, darunter die hochrangige Richterin Maria Afiuni und der Journalist Braulio Jatar.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    noesfacil

    Immerhin hat Fr. Bachelet diese unfassbaren Menschenrechtsverletzungen öffentlich gemacht und deutlich vor der Welt angeprangert;- zum Trotz einiger, welche die Frau Bachelet auf das Übelste beschimpft und verbrämt haben.
    Nützen tut es freilich nichts, gar nichts!

    Leider werden die dafür Verantwortlichen natürlich wieder nicht zur Rechenschaft gezogen, die „Spezialeinheit wird nicht aufgelöst und Konsequenzen -gleich welcher Art- hat Maduro und seine Verbrecherbande auch nicht zu fürchten.

    Und damit bleibt alles beim menschenverachtenden Alten;- es ist zum Verzweifeln! Viele schöne Worte und Empörung und das war´s ja dann auch echon.
    Zum 05.07.2019, viva Venezuela libre, abajo las cadenas, fuera la dicdadura, fuera la Usurpation, fuera Maduro!!!!
    niesfacil

  2. 2
    Peter Hager

    Das Foro Penal hat solche Berichte bereits 2014 in Den Haag vorgelegt, unter anderem einen Fall von rektaler Vergewaltigung mit dem Lauf einer AK47 an einem Komillitonin unserer Tochter. Ohne Reaktion. Da kann Frau Bachelet sicher sein, daß ihren linken Genossen auch jetzt kein Haar gekrümmt wird.

  3. 3
    Bono

    Ist klar Maduro. Das ist alles nur Propaganda der westlichen Medien. Bilder und Videos, alles nur Fake.

  4. 4
    miguel-ito

    Schön, das jemand Klartext redet! Und die Welt sieht weiter zu! Warum? GELD! Auf dem TV- Sender „ARTE“ sind in Reportagen (18.06.19) Missstände hinsichtlich der UN‌ (Vergewaltigungsfälle, durch UN‌-Kräfte) die nicht verfolgt oder „totgeschwiegen“ werden und der fast „mafiösen“ Struktur der WHO‌ angezeigt! Wenn man schon der WHO nicht mehr trauen kann (verbunden mit etlichen Pharmakonzernen), wem dann überhaupt noch! Mahlzeit!!!! Dann können wir alle den „Laden dichtmachen“!
    Ach ja an alle Fussballfans! Die FIFA‌ gehört meines Erachtens absolut an den juristischen (egal ob strafrechtlich / zollrechtlich) Pranger! Grenzt für mich an OK, sprich „Organisierte Kriminalität“! Was passiert >>> NICHTS! Halleluja, ist unsere Welt nicht schön korrupt???? Politiker, die im eigenen Land „Mist bauen“, werden nach Brüssel auf höher datierte Posten verschoben!‌

    • 4.1
      Matthias Gysin

      Irgendwie kann ich nicht folgen. Was hat die WHO damit zu tun ?? Aber es macht immer wieder Spass sinnfreie Kommentare zu lesen zu einem Thema wo sicher auch interessant sein koennten.

  5. 5
    Peter Hager

    „Nach Vorlage des Berichts über die Menschenrechtsverletzungen in Venezuela hat das Maduro-Regime 22 politische Gefangene freigelassen, darunter die hochrangige Richterin Maria Afiuni und der Journalist Braulio Jatar.“
    Man hat dabei nur vergessen zu erwähnen, daß Maduro im gleichen Atemzug eine Reihe anderer hat verhaften lassen.

  6. 6
    noesfacil

    Das nennt man „Gefangenenaustausch“.
    noesfacil

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