Coronavirus: Fake-News und Notfallfriedhöfe in Ecuador

cementerio

Die Kapazitäten der Bestatter und Leichenhallen wurden nun erhöht (Foto: TV Cidade)
Datum: 08. April 2020
Uhrzeit: 15:46 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im südamerikanische Land Ecuador verursacht der Ausbruch des Coronavirus einen Mangel an Holzsärgen in der Stadt Guayaquil. Die Hafenstadt gilt als Tor zu den Pazifikstränden und den Galapagosinseln, über 3,5 Millionen Menschen leben im Ballungsraum. Landesweit gibt es 3.747 bestätigte Infektionen und 191 Todesfälle. Da die Leichenbestatter extreme Angst vor dem Coronavirus haben, wurden zahlreiche in ihren Häusern aufgebahrte Verstorbene nicht abgeholt. Dies hat zu einem regelrechten „Stau“ geführt, die Kapazitäten der Bestatter und Leichenhallen wurden nun erhöht.

Gleichzeitig warnt die Regierung von Präsident Lenín Moreno vor Fake-News. Meldungen, dass Menschen „plötzlich“ am Coronavirus sterben, tot umfallen und auf den Straßen liegen bleiben, entsprechen demnach nicht der Wahrheit. Dass in Guayaquil, dem Epizentrum der landesweiten Ansteckungen, ein Notfallfriedhof mit einer Gesamtkapazität von 12.000 Gräbern errichtet wurde, hat die Regierung bestätigt.

Der Ausbruch verursachte einen Mangel an Holzsärgen in der Stadt und veranlasste einige Menschen, ihre Verwandten in Pappkartons zu begraben, die durch eine Spende von privaten Firmen kostenlos auf Friedhöfe geliefert wurden. In den letzten Tagen standen lange Reihen von Fahrzeugen mit Särgen vor privaten Friedhöfen in der ganzen Stadt, zahlreiche Verstorbene wurden begraben. Ziel der Regierung ist es, bis zu 100 Menschen pro Tag auf zu beerdigen, ohne dass dies für die betroffenen Familien Kosten verursacht.

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