Corona-Krise in Lateinamerika fordert moderne Kommunikationsmittel

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In Zeiten der Kontaktsperre durch den Corona-Virus sind moderne Kommunikationslösungen gefragt (Foto: Marcello Casal Jr./Agência Brasil)
Datum: 15. April 2020
Uhrzeit: 15:31 Uhr
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Autor: Redaktion
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Anfänglich hatte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Corona-Krise noch als „kleines Grippchen“ angesehen, jetzt allerdings hat die gefährliche und hochansteckende Erkrankung auch Lateinamerika unter Kontrolle. Immer mehr Menschen erkranken, das Gesundheitssystem ist an seinen Grenzen angelangt und auch die Rate der Sterbenden steigt massiv an. Auch mit einem Einbruch der wirtschaftlichen von etwa 3,8% wird gerechnet. Da eine Kontaktsperre schon zum Selbstschutz eingesetzt werden sollte, gelangt zur Betreuung der Kunden das Telefon in den Fokus.

Der englische Ausdruck „Private Branch Exchange“ (abgekürzt: PBX) bezeichnet eine Telefonanlage und ist somit eine Hardware, über das verschiedene Endgeräte miteinander und dem öffentlich verfügbaren Telefonnetz verbindet. Dabei handelt es sich um eine Kommunikationslösung aus der Cloud, die aus dem Anschluss, gewähltem Telefontarif, dem Internet sowie cloud-basierten Telefonen und Mobilgeräten aus allen Bereichen zu verwenden – es gilt, die Kommunikation über eine Lösung zu verbinden. Es existiert in zwei Versionen – der IP-PBX oder der Hosted PBX, wobei der Betrieb der Software der Anlage von einem externen Dienstleister betrieben wird.

Die Telefonanlage selbst wird nicht mehr im Unternehmen der Nutzer stehen, sondern stattdessen direkt vom Telefonanbieter betrieben. Der Funktionsumfang derart betriebener Telefonanlagen sind extrem hoch und laufen im Kern über Funktionen wie „Voice over IP“ (englisch abgekürzt: VoIP) und nutzt im Kern das Protokoll „Session Initiation Protocol“ (englisch abgekürzt: SIP) für digitale Kommunikation sowie das „Real-Time Transport Protocol“ (englisch abgekürzt: RTP). Beide Netzwerkprotokolle regeln und steuern die Verbindung. Es besteht sowohl in einer verschlüsselten als auch in einer unverschlüsselten Variante der Kommunikationstechnologie aus der Cloud.

Wichtigkeit der Telefone in der Corona-Krise

  • Eine der größten Herausforderungen der Corona-Krise liegt in der Betreuung der Kunde von Zuhause aus. Auch in den Ländern Lateinamerikas kann die Telefonanlage Cloud PBX 24 eingesetzt werden, dass der Kundendienst von Zuhause aus stattfinden kann. Alles, was hierfür gebraucht wird, ist das Vorhandensein eines Breitband-Internetanschlusses.
  • Grundsätzlich geht es darum, auch zu Zeiten des Corona-Virus noch mit den eigenen Kunden in Kontakt zu bleiben, sie zu beraten und ihre Fragen zu beantworten. Da auch in Lateinamerika die Auswirkungen des Virus auf das öffentliche und gewerbliche Leben immer deutlicher wird, ist es notwendig, Telefonanlagen aus der Cloud zur Kundenbetreuung aus dem Homeoffice nutzen.
  • Genauso wie der asiatische und europäische Raum wird früher oder später Lateinamerika noch stärker Opfer des grassierenden Virus werden. Um das eigene Geschäft zu stützen, ist es daher notwendig, dass Anfragen sowie die Kommunikation mit den eigenen Kunden aufrecht zu erhalten. Da das direkte Gespräch unmöglich ist, wird das Telefon zum wichtigsten Kommunikationselement.
  • Durch die Krise wird auch in Lateinamerika das Anrufaufkommen bedeutend ansteigen. Dadurch kann es schnell dazu kommen, dass das Telefonnetz durch das enorme Aufkommen überlastet wird. Diese wiederum führt dazu, dass die zur Verfügung stehenden Leistungen nicht mehr genug sind und zusätzliche Kanäle gebucht werden müssen.

Nun wird auch der telefonische Kundenservice immer relevanter, um die Kommunikation mit den Kunden aufrecht erhalten zu können. Beispielsweise durch die Einrichtung einer kostenlosen Rufnummer haben die lateinamerikanischen Unternehmen die Chance, in Zeiten der Krise Präsenz zu zeigen.

Der Zusammenhalt wird zerstört

Mittlerweile zeigen sich auch deutliche Spuren in der Wirtschaft mehrerer lateinamerikanischer Staaten – zumal auch der Tourismus vollständig zum Erliegen kam und viele Menschen von der Hand in den Mund leben. Zwar ist die Bevölkerung der Länder Südamerikas noch recht jung und damit weniger gefährdet, befinden sich mit Bolivien, Peru, Costa Rica, Uruguay, Chile und Brasilien sechs unter den am meisten gefährdeten Schwellenländern. Dies liegt an dem Druck auf die Regierungen, aber auch am unterfinanzierten Gesundheitssystem der Länder.

Durch die Verbreitung des Coronavirus wird allerdings noch ein weiteres Phänomen offenkundig, da es durchaus passieren kann, dass die Demokratie dieser Staaten zerstört wird. Viele Bürger der südamerikanischen Staaten haben sich inzwischen zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die Auswirkungen des Coronavirus anzugehen. Doch die Pandemie hat bisher nicht zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Bolsonaro führt, auch wenn die Infektionserkrankung die Länder des lateinamerikanischen Kontinents immer fester im Griff hat.

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