Wie die Selecao zum Rekordweltmeister wurde

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Pelé hat mit seinem per Kopf erzielten WM-Finaltor 1958 Fussballgeschichte geschrieben (Foto: Ricardo Stuckert/CBF)
Datum: 02. Mai 2020
Uhrzeit: 13:10 Uhr
Ressorts: Brasilien, Sport
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Autor: Redaktion
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Die brasilianische Selecao gehört zu den erfolgreichsten Fußballnationalmannschaften der Welt. Die Zauberer vom Zuckerhut im legendären gelben Dress sind mit fünf Weltmeistertiteln nicht nur der WM-Rekordhalter, sondern bestechen in aller Regelmäßigkeit mit ihrem Ballgefühl. Immerhin ist die Geschichte der Selecao von Edeltechnikern geprägt. Von Pele über Ronaldinho bis hin zu Neymar war die brasilianische Nationalmannschaft schon immer mit herausragenden Fußballern gesegnet. Dementsprechend häufig standen sie auch schon im WM-Finale bzw. haben das Turnier letztlich für sich entscheiden können. Wir werfen einen Blick zurück auf die fünf WM-Titel der brasilianischen Nationalmannschaft.

1958: Der Aufstieg von Pele

Bis heute gilt Pele als einer der größten Fußballer der Geschichte. Sein Stern ging bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden auf. Wie kein Zweiter drückte der talentierte Stürmer dem Turnier seinen Stempel auf. Zwar erzielte Helmut Rahn für die deutsche Nationalmannschaft ebenfalls sechs Tore, allerdings verzauberte der junge Pele die Fußballwelt mit seinen Dribblings und Tempoaktionen. Er avancierte im Finale gegen Schweden zum jüngsten Torschützen eines WM-Finales. Dies war zudem auch das erste Kopfballtor in einem WM-Finale. Durch den 5:2 Erfolg im Endspiel erklomm die Selecao erstmals den WM-Thron.

1962: Die erste Titelverteidigung

Auch vier Jahre später blickte wieder einmal alles auf Pele, der mittlerweile zu dem größten Fußballstars seiner Zeit aufgestiegen war. Bei der WM in Chile galt die Selecao ebenso zu den Favoriten, wie für die kommende WM in Katar. Bei den Sportwetten von Betway werden Neymar und Co. derzeit mit einer Quote von 6,50 auf den sechsten Titel geführt und gehören damit auch im kommenden Wettbewerb zu den Favoriten. 1962 verletzte sich Pele im Gruppenspiel gegen die Tschechoslowakei, sodass er den Rest des Turniers nicht mehr eingreifen konnte. Infolgedessen avancierte Garrincha zum wichtigsten Spieler der Brasilianer und schoss die Selecao zum zweiten WM-Titel.

1970: Der dritte Triumph mit Pele

Die WM 1970 in Mexiko gilt bei vielen Fans und Experten zu den besten Weltmeisterschaften, die jemals stattgefunden haben. Das Turnier war gespickt mit starken Mannschaften und Weltklassespielern auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Das Halbfinale zwischen Italien und Deutschland gilt ebenfalls als eines der besten WM-Spiele der Geschichte und ist bis heute als das „Jahrhundertspiel“ bekannt, wie DFB berichtete. Im Finale trafen mit Brasilien und Italien erstmals zwei Weltmeister aufeinander. Beide Mannschaften hatten den WM-Titel bereits zweimal gewonnen, was bedeutete, dass der Gewinner den Wanderpokal nun endgültig behalten durfte. Im Finale musste Italien der Halbfinal-Schlacht gegen Deutschland Tribut zollen und konnte den Ballzauberern vom Zuckerhut nichts entgegensetzen. Mit einem 4:1 Erfolg sicherte sich Brasilien den dritten WM-Titel.

1994: Das Ende der Durststrecke

In den kommenden beiden Jahrzehnten durchlebte die Selecao, was die WM betrifft, eine Durststrecke. Zwar gehörten sie auch ohne Pele stets zu den fußballerisch stärksten Mannschaften bei den Turnieren, allerdings sollte der nächste Titelgewinn erst 1994 folgen. Bei der WM 1994 in den USA trat die Selecao mit einer ungewohnt defensiven Spielweise auf, welche allerdings den Erfolg versprach. Während Kapitän Carlos Dunga die Defensive dirigierte, sorgten Romario und Bebeto für die offensiven Aktionen. Auch der spätere Superstar Ronaldo gehörte bereits zum Kader, kam beim Turnier allerdings nicht zu Einsatz. Im Finale setzen sich die Brasilianer nach einem torlosen Spiel im Elfmeterschießen gegen Italien durch.

2002: Ronaldos große Stunde

Bei der WM 2002 in Südkorea galt die brasilianische Nationalmannschaft als einer der Topfavoriten. Immerhin befanden sich Stars wie Ronaldo, Rivaldo oder Roberto Carlos auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und auf der Bank saß auch noch ein gewisser Ronaldinho. Dabei gelang es Brasilien, jedes WM-Spiel zu gewinnen. Im Finale trafen Ronaldo und Co. dann auf die deutsche Nationalmannschaft, die nicht zuletzt dank des überragenden Oliver Kahns das Endspiel erreichte. Ausgerechnet in diesem Spiel patzte der Titan allerdings folgenschwer und ermöglichte somit den fünften WM-Titel für die Brasilianer. Dennoch wurde Kahn anschließend zum Spieler des Turniers gewählt, was für einen Torhüter ein Novum darstellte.

Seitdem wartet die Selecao auf den großen Wurf. Allerdings hat sich die Erwartungshaltung an das Team auch ein wenig gewandelt, wie der Empfang nach dem Ausscheiden bei dem WM 2018 zeigt. Dafür läuft es bei den U-Mannschaften besser. Die U23 setzte sich beispielsweise im Olympischen Turnier von 2016 durch und gewann die Goldmedaille im Elfmeterschießen.

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