Abwasserüberwachung in Brasilien: Coronavirus in abgereicherten Proben

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Die Abwasserüberwachung als epidemiologisches Überwachungsinstrument ist nicht neu (Foto: José Cruz / Agência Brasil)
Datum: 06. Juni 2020
Uhrzeit: 19:38 Uhr
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Das südamerikanische Land Brasilien hat sich zum Hot Spot der Corona-Pandemie entwickelt. In der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas sind nach offiziellen Angaben 650.504 Personen mit dem Virus infiziert, 35.139 Todesfälle wurden registriert. Mit dem Pilotprojekt „Monitoring Covid Esgotos“ überwachen die Behörden 24 Sammelstellen im Abwassersystem von Belo Horizonte und Contagem (Minas Gerais) und haben dabei festgestellt, dass die
Inzidenz des neuen Coronavirus im Ribeirão da Onça-Becken signifikant angestiegen ist. Demnach waren 88 Prozent der zwischen dem 11. und 15. Mai gesammelten Proben positiv. In der vorherigen Untersuchung, die vom 27. April bis 8. Mai durchgeführt wurde, lag der Index bei 69 Prozent.

Die Abwasserüberwachung als epidemiologisches Überwachungsinstrument ist nicht neu. Mitte der 1850er Jahre nutzte der Engländer John Snow dieses Tool, um das Auftreten von Cholera zu verstehen und die Häuser von Menschen zu identifizieren, die an der Krankheit im Londoner Stadtteil Soho gestorben sind. Es wird erwartet, dass dieses Werkzeug nun auch zur Überwachung der aktuellen Pandemie in Brasilien eingesetzt wird – um Daten zu generieren, die den Verantwortlichen bei Entscheidungen helfen können, einschließlich Maßnahmen wie sozialer Isolation.

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