„Peru sagt Nein“ zu Putsch-Regierung – Update

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Auf den Straßen in Lima herrscht Empörung (Foto: Twitter)
Datum: 13. November 2020
Uhrzeit: 14:46 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Zehntausende Menschen protestieren in Peru und in verschiedenen Ländern gegen die Absetzung von Präsident Martin Vizcarra. Dieser war vor wenigen Tagen wegen Korruptionsvorwürfen mit großer Mehrheit vom Parlament abgesetzt worden. Parlamentspräsident Manuel Merino, gegen den wegen illegaler Bereicherung ermittelt wird, wurde als Übergangspräsident vereidigt. Im südamerikanischen Land wird öffentlich über einen „Putsch des Parlaments“ diskutiert, Menschenrechtsorganisationen sprechen von einer „Bedrohung des Rechtsstaats“ und forderten die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf, die Übergangsregierung zu kontrollieren.

Auf den Straßen in Lima herrscht Empörung. Der am häufigsten wiederholte Satz der zahlreichen Demonstranten gegen Merino ist: „Sie haben sich mit der falschen Generation angelegt“. Am vierten Tag der anhaltenden Proteste unterdrückte die Polizei die Demonstrationen mit Tränengas, Pellets und verhaftete zahlreiche Personen.

Update

Die Proteste in Peru werden zunehmend gewalttätig. Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten wurden in den letzten 24 Stunden in Lima mindestens dreißig Menschen verletzt, mehrere davon mit Schusswaffen. Unter den Verletzten befinden sich einige Journalisten, eine Person liegt auf der Intensivstation. Inzwischen hat die peruanische Justiz dem ehemaligen Präsidenten Martín Vizcarra das Verlassen des Landes verboten. Die von Richterin María Álvarez ergriffene Maßnahme wird achtzehn Monate dauern. Sie findet im Rahmen des Korruptionsvorwurfs statt, für den ihn der Nationalkongress am Montag von seinem Posten entfernt hatte.

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