„IBAMA“ überwacht einhundert Prozent der brasilianischen Holzexporte

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Von den 35.000 jährlichen Holz-Exporten gelangen mehr als neunzig Prozent über die vier Haupthäfen in den Bundesstaaten Pará, Paraná, Santa Catarina und Amazonas ins Ausland (Fotos: Diretoria de Uso Sustentável da Biodiversidade e Florestas do Ibama)
Datum: 09. Dezember 2020
Uhrzeit: 13:55 Uhr
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Brasilien setzt den Kampf gegen illegale Holzexporte fort und dämmt den illegalen Handel weiter ein. Seit Anfang 2020 hat das brasilianische Bundes-Umweltamt „Instituto Brasileiro do Meio Ambiente e dos Recursos Naturais Renováveis“ (IBAMA) die Kontrolle der Holzexporte stark erhöht. Die selbständige Behörde mit Sitz in Brasília hat nun zusätzlich zu den vor Ort durchgeführten Überwachungs- und Inspektionsarbeiten die Verwendung der Nummer des Forstherkunftsdokuments (DOF) im Einheitlichen Ausfuhrdokument (DUE) als obligatorisch für Holzhändler übernommen und überwacht damit einhundert Prozent der brasilianischen Holzexporte.

Bis dahin war es möglich, einheimisches Holz nur mit der ausgestellten Rechnung für den Empfänger zu exportieren. Die Forderung nach der DOF-Nummer brachte eine Verbesserung der Inspektionsverfahren und eine deutliche Verringerung der Möglichkeit von Korruption bei diesen Aktivitäten. Von den 35.000 jährlichen Holz-Exporten gelangen mehr als neunzig Prozent über die vier Haupthäfen in den Bundesstaaten Pará, Paraná, Santa Catarina und Amazonas ins Ausland. Vor der Aktualisierung des DOF führte „IBAMA“ zum Zeitpunkt des Versands eine Checkliste in der Dokumentation durch und wählte die zu inspizierenden Ladungen nach dem Zufallsprinzip aus. Gegenwärtig wird diese Analyse im DOF-System durchgeführt und dadurch ist es möglich, den Zeitraum von der Freigabe durch den Exporteur bis zum Verlassen des unter Zollverschluss stehenden Hafens zu überprüfen. Darüber hinaus sind Inspektionen vor Ort routinemäßig und basieren auf einem System der Gegenprüfung nachrichtendienstlicher Daten, so dass die überwachten Dokumente zur Durchführung von Inspektionen und Folgemaßnahmen an die örtlichen Superintendenten weitergeleitet werden.

Die vom Exporteur in der DOF-Plattform hinzugefügten Daten haben eine ähnliche Methodik wie die Einkommensteuererklärung, die vom Steuerzahler selbst erstellt wird. Das heißt, die Informationen müssen wahrheitsgetreu sein und können jederzeit überprüft werden. Ungefähr neunzig Prozent der Holzexportlizenzen in Brasilien werden von den Bundesstaaten ausgestellt. Die Transaktion wird erst nach staatlicher Genehmigung Teil des DOF. Darüber hinaus ist eine besondere Genehmigung von „IBAMA“ für den Transport von Holz gefährdeter Arten erforderlich.

Im September 2020 führte die Behörde „Sinaflor +“ ein, das die Identifizierung von Bäumen, die für den selektiven Holzeinschlag bestimmt sind und die Rückverfolgung jedes Waldproduktes, das daraus entstehen wird, ermöglicht. Um die Kontrolle der Holzproduktion für den Export mehr und mehr zu verstärken, wird „IBAMA“ 2021 unter anderem die Plattform „Pau Brasil“ einführen. Mit dieser Verbesserung wird die gesamte Kette von der Holzproduktion bis zum Export verfolgt werden. Brasilien verfügt bereits über eines der besten Tropenholzkontrollsysteme der Welt und wird weitere Fortschritte bei der nachhaltigen Nutzung dieser Ressource machen und damit die Möglichkeit von Betrug und Korruption in dieser wichtigen Wirtschaftsaktivität verringern.

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