Brückeneinweihung in Maranhão: Präsident Bolsonaro sorgt für Eklat

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Bolsonaro selbst hatte während der Veranstaltung für einen Eklat gesorgt und den Gouverneur von Maranhão, Flávio Dino (PCdoB), als fetten Diktator bezeichnet (Foto: Marcelo Camargo / Agência Brasil)
Datum: 22. Mai 2021
Uhrzeit: 12:01 Uhr
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Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro hat am Freitag (21.) eine Brücke im Bundesstaat Maranhão (Nordosten) eingeweiht. Das Bauwerk am Rio Parnaíba verbindet die Verwaltungsbezirke Santa Filomena (Piauí) und Alto Parnaíba in Maranhão. Wie gewohnt trug das Staatsoberhaupt während des Festaktes in der Stadt Açailândia keine Schutzmaske, obwohl dies im Bundesstaat vorgeschrieben ist. Die Menschenmassen jubelten Bolsonaro zu, die lokale Regierung verurteilte Bolsonaro wegen Missachtung der gesetzlichen Vorschriften zu einer Geldstrafe. Bolsonaro selbst hatte während der Veranstaltung für einen Eklat gesorgt und den Gouverneur von Maranhão, Flávio Dino (PCdoB), als fetten Diktator bezeichnet. Dino ist Mitglied der kommunistischen Partei „Partido Comunista do Brasil“, die in Brasilien weitgehend verachtet wird.

„Dort in Südkorea (der Präsident meinte damit Nordkorea) gibt es eine Diktatur. Ist der Diktator nicht ein Fettsack? Dort in Venezuela ist auch eine Diktatur. Ist da nicht ein Fettsack der Diktator? Und hier in Maranhão gibt es ebenfalls einen fetten Diktator“, so Bolsonaro. Die Menge jubelte ihm zu und schrie „Raus, Flávio Dino“. Laut dem Staatsoberhaupt hat „der Kommunismus noch nirgendwo auf der Welt funktioniert und er wird auch in Brasilien nicht funktionieren“. Darüber hinaus erklärte er, dass „der Bundesstaat Maranhão bald von dieser Plage befreit sein wird“.

„Wenn man von einer kommunistischen Partei spricht, muss man eine Abneigung dagegen haben und sehen, wo und wie diese Regime ihre Ideologie umgesetzt haben. Was den Menschen dort blieb war Gleichheit, aber eine Gleichheit im Elend, in der Hoffnungslosigkeit, im Hunger, in der Traurigkeit, in der Zerstörung von Familien und Religionen. Alles, was scheiße ist, symbolisiert das Wort Kommunist“, sinnierte Bolsonaro. Er griff Dino für die Tatsache an, dass der Gouverneur bereits im vergangenen Jahr den ersten „Lockdown“ im südamerikanischen Land verhängt hatte. Dies und weitere Sperrmaßnahmen trugen demnach nur dazu bei, „dass mehr Menschen während der Gesundheitskrise ihre Arbeit verloren“.

Das neue Coronavirus, so der Präsident, werde zum Teil weiterhin politisch genutzt, um persönliche Ziele zu erreichen“. Er plädierte dafür, dass die Brasilianer der Pandemie ohne Angst begegnen: „Es gibt eine Bibelstelle in der es heißt, dass derjenige, der sich in Zeiten der Not wie ein Faulpelz verhält, nur geringe Kraft besitzt. Wir müssen uns den Problemen stellen“.

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