Peru errichtet ein neues Nationalmuseum

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Das Nationalmuseum von Peru - MUNA - ist die bisher größte, öffentliche Investition in sein kulturelles Erbe in der Geschichte des südamerikanischen Landes (Fotos: PROMPERÚ/Karina Mendoza)
Datum: 20. August 2021
Uhrzeit: 15:09 Uhr
Ressorts: Kultur & Medien, Peru
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das Nationalmuseum von Peru – MUNA – ist die bisher größte, öffentliche Investition in sein kulturelles Erbe in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Mit einem Budget von rund 104 Millionen Euro (500 Millionen Soles) gilt es als das bedeutendste Projekt im Rahmen der Feierlichkeiten zur Zweihundertjahrfeier der Unabhängigkeit Perus. Südlich von Lima gelegen, etwa eine Autostunde entfernt, bietet sich ein einmaliger Blick auf die archäologische Stätte von Pachacamac. Die Ausgrabungsstätte ist mit einem regionalen Museum, als auch mit dem neuen Nationalmuseum verknüpft. Das Hauptgebäude verfügt über fünf Stockwerke: Zwei davon befinden sich im Untergeschoss und dienen ausschließlich der Forschung und der Lagerung von Objekten. Die bebaute Gesamtfläche des Museums beträgt 66.106,80m² und wird in seinen Räumlichkeiten etwa 41.000 Museumsstücke beherbergen.

Das MUNA wurde am 27. Juli mit vier Ausstellungen zur peruanischen Kultur und zeitgenössischen Kunst eröffnet, die bis Ende 2021 zu sehen sein werden. Es gibt drei Besuchszeiten, wobei die Voranmeldung und Buchung online erfolgen muss. Diese vorläufige Eröffnung des Museums fand im Rahmen der Feierlichkeiten zur Zweihundertjahrfeier Perus am 28. Juli statt; die Haupteröffnung wird jedoch erst im Jahr 2024 stattfinden. Hierbei ist zu beachten, dass nach Abschluss der Bau- und Installationsarbeiten ein langwieriger Prozess zur Überwachung, Sicherstellung und vor allem zum Transport der wertvollen Ausstellungsstücke beginnt. Es handelt sich dabei zum Beispiel um die Sammlung von 35.000 Objekten des ehemaligen Nationalmuseums mit Sitz im heutigen Kulturministerium, die in das neue Museum umgesiedelt werden. Allein dieser Umzug wird ganze neun Monate in Anspruch nehmen.

Das MUNA wird außerdem sämtliche wiedergefundene und heimgekehrte (repatriierte) Materialien beherbergen (6.000 Stücke), ebenso viele andere Fundstücken aus der aktuellen archäologischen Forschung. Des Weiteren wird das neue Nationalmuseum von Peru, Hauptsitz eines nationalen Museumsverbundes, welcher allen Museumseinrichtungen des ganzen Landes die darauf angewiesen sind, wichtige technische Unterstützung bietet. Dank der Errichtung des neuen Nationalmuseums steht nun die notwendige Technologie zur Verfügung, um das einzigartige kulturelle Erbe Perus zu bewahren. Davon zehren können dann nicht nur die Peruaner selbst, sondern die ganze Welt.

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