Präsidentschaftswahlen in Chile: Kast und Boric gehen in die zweite Runde – Update

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Kast und Boric gehen in die zweite Runde (Foto: Divulgacao)
Datum: 22. November 2021
Uhrzeit: 01:18 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die ersten Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in Chile lassen einen zweiten Wahlgang am 19. Dezember erwarten. Nach Auszählung von über achtzig Prozent der Stimmen kommt der Rechtsanwalt José Antonio Kast auf 28,06 Prozent und der Kandidat der linken Frente Amplio, Gabriel Boric auf rund 25,48 Prozent.

Die Überraschung des Tages ist der libertäre Wirtschaftswissenschaftler Franco Parisi, der in den Vereinigten Staaten lebt und nicht einmal zu den Wahlen nach Chile gereist ist. Er erhielt nach der letzten offiziellen Auszählung 13,31 % der Stimmen. Parisi verdrängt damit den regierungsfreundlichen Sebastián Sichel (12,26 %) auf den vierten Platz und die Mitte-Links-Kandidatin Yasna Provoste (12,00 %) auf den fünften Platz. Es folgen Marco Enriquez Ominami mit 7,62 % und Eduardo Artes mit 1,45 % der Stimmen.

Update, 22. November

José Antonio Kast erklärt sich zum Gewinner der Wahlen. „Wir haben gewonnen. Aber es ist nur der erste Schritt. Mit großer Demut, Engagement und Bereitschaft zuzuhören beginnt heute eine neue Etappe. Meine Liebe zu Chile ist unendlich und gemeinsam werden wir sie zurückgewinnen, um ein besseres Land für die Zukunft aufzubauen. Wir werden am 19. Dezember zwischen Freiheit und Kommunismus wählen. Wir wollen nicht die Route von Kuba und Venezuela gehen“.

Ergebnis nach Auszählung von 96,35 Prozent der Stimmen:

José Antonio Kast 27,95%

Gabriel Boric 25,73%

Franco Parisi 12,90%

Sebastián Sichel 12,69%

Yasna Provoste 11,66%

Marco Enriquez-Ominami 7,61%

Eduardo-Kunst 1,47%

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  1. 1
    C.H. Sievers

    Kein wirklich überzeugendes Ergebnis,…… für keinen der Kandidaten!
    Auch das der „Weg“ des absoluten Negativbeispiels Venezuela, auch Cuba in seiner heutigen Form nicht gegangen werden möchte, ist nur all zu gut nachvollziehbar.
    Allerdings sind in beiden v.g. Negativbeispielen, die Vorraussetzungen völlig anders und kaum als Vergleiche tauglich.
    Sicher ist jedoch, mit den -bisher- wenig überzeugenden Ergebnissen, lässt sich keine stabile und überzeugende Regierung aufbauen und mit einem „ Bonsai Trump“ schon gar nicht.
    Dazu bedarf es schon ein wenig Substanz.

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