Wohnkosten: Buenos Aires ist die drittteuerste von vierzehn Städten in Lateinamerika

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Buenos Aires steht an dritter Stelle unter den wichtigsten Städten Lateinamerikas, was den Preis pro Quadratmeter Wohnfläche angeht (Foto: AlexProimos)
Datum: 22. November 2021
Uhrzeit: 19:09 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Buenos Aires steht an dritter Stelle unter den wichtigsten Städten Lateinamerikas, was den Preis pro Quadratmeter Wohnfläche angeht. Dies geht aus einer Studie des „Relevamiento Inmobiliario sobre América Latina“ (RIAL) und des „Centro de Investigación en Finanzas“ (CIF) der Business School der Universidad Torcuato Di Tella hervor, die in Zusammenarbeit mit dem Portal „Zonaprop“ durchgeführt wurde. Die argentinische Hauptstadt erscheint als die drittteuerste in der Rangliste, trotz der Tatsache, dass im Jahr 2021 die Werte um 4,4 Prozent in US-Dollar und 5,5 Prozent in Pesos inflationsbereinigt fielen. Die Städte mit den teuersten Quadratmetern Wohnraum sind Santiago de Chile mit 3.441 US-Dollar und Montevideo in Uruguay mit 2.923 US-Dollar. In der argentinischen Hauptstadt wird der Quadratmeter mit durchschnittlich 2.600 US-Dollar notiert, gefolgt von Mexiko-Stadt mit 2.420 US-Dollar.

Die Studie gibt den durchschnittlichen Quadratmeterpreis von Wohnungen in Vierteln von vierzehn Städten in neun lateinamerikanischen Ländern an, vergleichbar mit den Wohnungen in Buenos Aires in Barrio Norte, Belgrano, Caballito und Recoleta. Bei den erhobenen Werten handelt es sich um Preise, die in den Seiten der Immobilienanzeigen verlangt werden. Es handelt sich um Immobilien mit ein und zwei Schlafzimmern (Einzimmerwohnungen wurden ausgeschlossen), deren Wert zwischen 10.000 und 300.000 US-Dollar liegt und Wohnungen von zwanzig bis einhundert Quadratmetern (einschließlich Garage).

Obwohl Santiago de Chile die Rangliste der teuersten Städte und Hauptstädte anführt, sank der Preis um zwanzig Prozent im Vergleich zu anderen Jahren. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in der transandenischen Hauptstadt weniger Nachfrage für den Kauf von Wohnungen besteht, was zu einer Anhäufung von Beständen geführt hat. In Kolumbien und Peru nahm das Angebot erheblich zu, was zu einem stärkeren Wettbewerb auf dem Markt und einem Rückgang des Quadratmeterpreises führte. In Kolumbien zum Beispiel gibt es dank Krediten, niedrigen Zinsen, Subventionen und der Digitalisierung der Verfahren eine Wiederbelebung der Bautätigkeit. In Montevideo etabliert sich das Wohnungsbauprogramm „Promovidas“ als Investitionsmöglichkeit mit erschwinglichen Preisen, niedrigen Mieten und einer Mietrendite von fünf bis sechs Prozent in US-Dollar. Es zielt darauf ab, private Investitionen durch Steuerbefreiungen für zehn Jahre für Bauherren, Entwickler und Eigentümer anzuziehen. In der uruguayischen Hauptstadt sind die Eintrittspreise niedriger, was den Anlegern die Möglichkeit gibt, ihre Liquidität zu sichern, falls sie das investierte Geld benötigen. Dies führt zu einer höheren Nachfrage und treibt die Preise in die Höhe. Experten zufolge hat das bessere Geschäftsklima zu einem privaten Bauvorhaben in verschiedenen Vierteln Montevideos geführt, wodurch der Quadratmeterpreis heute auf fast dreitausend US-Dollar gestiegen ist.

Die Studie zeigt, dass in den meisten untersuchten Städten Mexikos Preissteigerungen zu verzeichnen sind. Monterrey ist eine moderne Stadt mit einer hervorragenden Infrastruktur und einem bedeutenden technologisch-industriellen Zentrum, vielleicht das am weitesten entwickelte in diesem Land. Gleichzeitig verfügt es über hervorragende Universitäten, wie das Bildungszentrum Tecnológico de Monterrey und einen bemerkenswerten Einfluss nordamerikanischer Städte auf seine Entwicklung. Andererseits verfügt die Bevölkerung über ein hohes Pro-Kopf-Einkommen und eine große Mittelschicht, von denen viele auf der Suche nach Eigentumswohnungen sind, was ein gutes Szenario für die Entwicklung des Immobilienmarktes darstellt. In den mexikanischen Städten boomt der Immobiliensektor, vor allem im mittleren und Wohnbereich“.

Der Erhebung zufolge sind die Städte mit den niedrigsten Quadratmeterpreisen in der Region Quito, Ecuador (1.225 US-Dollar) und Bogotá, Kolumbien (1.239 US-Dollar). Ebenfalls zu dieser Gruppe gehören Cordoba, Argentinien (1.311 US-Dollar) und Rosario (1.544 US-Dollar). In Córdoba, Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz, sind die Preise seit Beginn der Pandemie um mehr als fünfunddreißig Prozent gesunken und die Immobilienmakler der Stadt sind sich einig, dass mit der Bestätigung dieser Preissenkung eine Reaktivierung des Immobilienmarktes stattgefunden hat.

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