Quito: Stärkste Regenfälle der letzten zwanzig Jahre

schwamm

Darüber hinaus arbeiten Beamte mit Unterstützung der Feuerwehr von Quito und des Sekretariats für Sicherheit und Regierungsführung mit schwerem Gerät daran, die Mündungen der Einzugsgebiete dieser beiden Bäche zu reinigen (Foto: Municipio de Quito)
Datum: 15. Dezember 2021
Uhrzeit: 04:08 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach Angaben des Sekretariats für Sicherheit und Verwaltung der Stadtverwaltung von Quito ist die Hauptstadt von Ecuador von den schwersten Regenfällen der letzten zwanzig Jahre heimgesucht worden. Laut offiziellen Angaben wurden im Süden der Stadt durchschnittlich einhundertachtzig Liter pro Quadratmeter gemessen. Im Zentrum der Stadt fielen achtzig Liter pro Quadratmeter, im Norden sogar neunzig. Die Regenfälle führten zu Erdrutschen, Verkehrsunfällen, herabfallenden Steinbrocken, umstürzenden Bäumen und zu Überschwemmungen, bei denen Menschen in ihren Häusern eingeschlossen waren.

Am vergangenen Wochenende gingen bei der Feuerwehr von Quito einhundertsiebenundsechzig Notrufe ein, einhundertzweiunddreißg Menschen wurden verletzt. Die Regenfälle betrafen Viertel an den Hängen des Pichincha – einer Gruppe von Hügeln und Vulkanen in Ecuador -, wo es zu Erdrutschen kam. Im Stadtteil La Campiña von Atucucho, im Norden Quitos, kam es zu einem Erdrutsch über einem unbewohnten Haus. Die Wassereinzugsgebiete der Bäche Caicedo (Sektor El Bosque) und Osorio (Pinar Alto) im nördlichen Zentrum Quitos, die von den heftigen Regenfällen am vergangenen Wochenende betroffen waren, werden von städtischen Mitarbeitern überwacht. Darüber hinaus arbeiten Beamte mit Unterstützung der Feuerwehr von Quito und des Sekretariats für Sicherheit und Regierungsführung mit schwerem Gerät daran, die Mündungen der Einzugsgebiete dieser beiden Bäche zu reinigen. Ziel ist es, den Abfluss des Wassers zu ermöglichen, das sich am Einlass angesammelt hat.

Die sintflutartigen Regenfälle in Quito könnten mit dem Klimawandel zusammenhängen. Der „WWF“ erklärt, dass in Lateinamerika „einige Gebiete Veränderungen in der Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse, wie z. B. starker Regenfälle, erleben“. Was in Quito geschieht, könnte sich auch in anderen Städten Ecuadors wiederholen: Eine Studie der Entwicklungsbank Lateinamerikas (CAF) untersuchte die Auswirkungen der Klimakrise in neun lateinamerikanischen Städten, darunter drei in Ecuador. Loja, eine Stadt im ecuadorianischen Hochland im Süden des Landes, wird der Studie zufolge infolge des Klimawandels extreme Regenfälle erleben.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2022 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!