Wie viele venezolanische Flüchtlinge gibt es in Lateinamerika?

flucht

Eine Gruppe venezolanischen Frauen, die in der informellen Siedlung Bello Oriente in Medellín, Kolumbien, leben (Foto: UNHCR / Catalina Betancur Sánchez)
Datum: 24. Dezember 2021
Uhrzeit: 13:25 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Achttausend Prozent. Um diesen Wert ist die Zahl der Venezolaner, die weltweit Zuflucht suchen, nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks „UNHCR“ seit 2014 gestiegen. Sieben Jahre, in denen der Exodus venezolanischer Flüchtlinge von einem Phänomen in diesem Land zu einer Realität in der gesamten Region geworden ist, die zu internationalen Foren geführt und in einigen Fällen die Politik anderer Länder beeinflusst hat. Die Pilgerreise venezolanischer Flüchtlinge durch Kolumbien – viele von ihnen zu Fuß – in andere Länder des Kontinents (wie Peru, Ecuador und Chile) und die Ankunft vieler anderer in weiter entfernten Orten wie den Vereinigten Staaten und Spanien ist ein alltägliches Bild. Wie das „UNHCR“ jedoch betont, haben Hunderttausende von ihnen weder Papiere noch eine Aufenthaltsgenehmigung für irgendein Land in der Region, was ihren Zugang zu grundlegenden Rechten und Dienstleistungen einschränkt. Dies führt zu Fremdenfeindlichkeit, Menschenhandel und Arbeitsausbeutung und zu Gewalt und sexuellem Missbrauch.

Insgesamt gab es im November 2021 rund 4,99 Millionen venezolanische Flüchtlinge in Lateinamerika und der Karibik und 6,04 Millionen weltweit, so die Zahlen von „R4V“, der „Inter-Agency Coordination Platform for Refugees and Migrants from Venezuela“ (gegründet von den Vereinten Nationen und der IOM), die das „UNHCR“ in seinen Berichten verwendet. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch um einiges höher sein, das Hunderttausende illegal eingereist sind.

In Lateinamerika und der Karibik verteilen sich die Venezolaner wie folgt (ungefähre Zahlen, Stand: November 2021):

Kolumbien: 1,84 Millionen

Peru: 1,29 Millionen

Ecuador: 508.900

Chile: 448.100 Chile

Brasilien: 261.400

Argentinien: 173.200

Panama: 121.600

Dominikanische Republik: 115.300

Mexiko: 83.000

Costa Rica: 29.900

Trinidad und Tobago: 28.500

Guyana 24.500

Aruba: 17.000

Curaçao: 14.200

Uruguay: 15.700

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2022 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Paul Landmesser

    Und nach meinem Wissen steht die Linke, allen voran Frau Heike Hänsel, immer noch hinter dem Verbrecher Maduro!

    • 1.1
      C.H.Sievers

      Ihr Wissen trügt Sie nicht. Auch Frau Hänsel ist nicht die Einzige!
      Maduro ist aber nur einer von ganz Vielen.
      Es ist ein gigantisches System von Verbrechern, Günstlingen und anderen Opportunisten, in einem Land mit sehr vielen die da munter mitmachen.
      Aprovechar eben, wie es dort so „schön“ heißt.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!