Argentinien: Zentralbank verbietet Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten

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Seit Montag (2.) bietet das Homebanking der "Banco Galicia", der größten Privatbank Argentiniens, den Kunden des Unternehmens die Möglichkeit, Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen zu kaufen (Foto: BitcoinNews)
Datum: 06. Mai 2022
Uhrzeit: 16:24 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die argentinische Zentralbank hat den Finanzinstituten des Landes verboten, Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten, einschließlich Kryptowährungen, durchzuführen oder zu erleichtern, wie sie in einer Erklärung mitteilte. Die Maßnahme wird sich auch auf andere Vermögenswerte auswirken, deren Renditen von den Schwankungen bestimmt werden, die diese Kryptoassets registrieren und die nicht von den Behörden des Landes reguliert und von der Zentralbank selbst zugelassen sind. Die Erklärung der „Banco Central de la República Argentina“ kommt wenige Tage, nachdem die „Banco Galicia“, die Bank der „Grupo Financiero Galicia“, als erste Bank des Landes eine Option zum Kauf und Verkauf von Kryptowährungen in ihrer Homebanking-Anwendung aktiviert hat.

Laut einem Bericht des Beratungsunternehmens „Chainanalysys“ aus dem Jahr 2021 stand Argentinien weltweit an zehnter Stelle der Länder mit der höchsten Verbreitung von Kryptowährungen. Es sei daran erinnert, dass das Land eine der höchsten Inflationsraten der Welt hat, die Ende März bei fünfundfünfzig im Vergleich zum Vorjahr lag. Ziel der Maßnahme der Zentralbank ist es, „die mit Transaktionen mit diesen Vermögenswerten verbundenen Risiken, die für die Nutzer von Finanzdienstleistungen und das Finanzsystem als Ganzes entstehen könnten, zu mindern“.

In diesem Zusammenhang erinnerte die oberste Finanzbehörde des südamerikanischen Landes daran, dass die Tätigkeit der Banken auf die Finanzierung von Investitionen, Produktion, Vermarktung und Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen ausgerichtet sein sollte, die sowohl von der inländischen als auch von der ausländischen Nachfrage benötigt werden. Aus diesem Grund rechtfertigt die emittierende Institution, dass die verschiedenen Akteure, die an Krypto-Asset-Geschäften beteiligt sind, möglicherweise nicht in dem Land ansässig sind, was zu „Abweichungen von den allgemeinen Vorschriften“ führen könnte.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Emissionsinstitut vor den Risiken der Verwendung von Kryptowährungen warnt. Im Mai letzten Jahres veröffentlichte sie gemeinsam mit der Nationalen Wertpapierkommission (CNV) eine Warnung, um über die möglichen Auswirkungen und Risiken von Kryptoassets zu informieren und eine umsichtige Haltung zu empfehlen, um eine mögliche Schwachstelle für Nutzer und Anleger zu entschärfen. In dieser Veröffentlichung haben die Agenturen einige der Risiken hervorgehoben, die mit Transaktionen mit Kryptowährungen oder anderen digitalen Vermögenswerten verbunden sind, wie z. B. ihre hohe Volatilität, die Risiken im Zusammenhang mit Betriebsstörungen und Cyberangriffen, Geldwäsche oder die mögliche Nichteinhaltung von Devisenvorschriften.

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