Argentinien: Fussball-Transfer nach Brasilien in Kryptowährung abgewickelt

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"Bitso" ist eine globale Kryptowährungsbörse in Brasilien (Foto: Bitso)
Datum: 28. Juli 2022
Uhrzeit: 19:38 Uhr
Ressorts: Lateinamerika, Sport
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Einführung von Kryptowährungen hat den argentinischen Fußball erreicht. Am Mittwoch (27.) wurde der Transfer des Fußballspielers Giuliano Galoppo zu einem brasilianischen Verein bekannt gegeben, eine Transaktion, die mit „USD Coin“ (USDC) durchgeführt wurde. Nach Angaben der lokalen Presse hat sich die Transaktion auf rund acht Millionen US-Dollar belaufen. „USDC“ ist eine stabile Kryptowährung, deren Wert an den US-Dollar gekoppelt ist. Nutzer können jederzeit 1 USD Coin in 1 US-Dollar umwandeln, besitzen Krypto und sind nicht der signifikanten Volatilität von Bitcoin, Ether und Co. ausgesetzt.

Im Einzelnen wurde der Transfer von Galoppo vom Club Atlético Banfield zum São Paulo Futebol Clube durchgeführt, ein Kauf, der es ermöglicht, das Narrativ von Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu verstärken. „Dies ist ein historischer Moment für Bitso, den São Paulo FC und den südamerikanischen Fußball. Unsere Hauptaufgabe ist es, zur weiteren Modernisierung, Digitalisierung und Inklusion beizutragen und dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung“, so Thales Freitas, General Manager der globalen Kryptowährungsbörse in Brasilien.

Der durch „USDC“ finanzierte Transfer des Spielers könnte für diese Teams eine Möglichkeit sein, die Krise in Argentinien zu umgehen, wo der Wechselkurs in den letzten Wochen stark angestiegen ist. Dies in dem Wissen, dass die von den Sportteams erhaltenen Devisen zum offiziellen Wechselkurs abgerechnet werden müssen, der viel niedriger ist als der auf dem Parallelmarkt registrierte Kurs, der auch als „blauer Dollar“ bekannt ist. Wenn ein Stablecoin-Transfer durchgeführt wird, müssen die Teams diesen nicht begleichen und wenn doch, dann nicht zum offiziellen Preis, sondern können sich für den Marktpreis entscheiden.

So wurde in den letzten Tagen berichtet, dass River Plate, eine der wichtigsten Fußballmannschaften Argentiniens, gerade wegen des Wechselkurses nicht in der Lage war, einen Spieler zu transferieren. Nach Angaben des argentinischen Mediums „Ámbito“ wurde die Ankunft des kolumbianischen Fußballspielers Miguel Borja bei den Rot-Weißen durch den Beschluss der Zentralbank des Landes beeinträchtigt, der den Transfer von Dollars ins Ausland zum offiziellen Preis untersagt und damit die Bezahlung von Profisportlern verhindert.

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