Guatemala intensiviert Kampf gegen den Mohnanbau

mohn

Ein Soldat der guatemaltekischen Armee nimmt am 3. Juli 2022 an einer Operation zur Ausrottung der Mohnernte in den Gemeinden Ixchiguán und Tajumulco teil (Foto: Guatemalan Army/ Twitter)
Datum: 08. August 2022
Uhrzeit: 11:07 Uhr
Ressorts: Guatemala, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die guatemaltekischen Sicherheitskräfte gehen weiterhin hart gegen transnationale kriminelle Gruppen vor, die in einigen Gemeinden an der Grenze zu Mexiko den Anbau von Mohn und Marihuana betreiben. Das Innenministerium des zentralamerikanischen Landes hat zwischen dem 1. Januar und dem 2. Juli 2022 mehr als neun Millionen Mohnpflanzen und mehr als 2,5 Millionen Marihuanapflanzen ausgerottet, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Guatemalas (AGN). Die Situation hat sich im Laufe der Zeit aufgrund der Präsenz mexikanischer Kartelle, die sich die Vertriebswege teilen, verändert. Darüber hinaus leiden einige der betroffenen Gemeinden aufgrund ihrer Abgeschiedenheit unter dem unsicheren Wirtschaftswachstum, das die Familien dazu zwingt, sich dem illegalen Anbau von Pflanzen zu widmen. Diese Kombination von Faktoren macht die Bewohner verwundbar.

„Die Gebiete Tajumulco und Ixchiguán sind so weit vom Investitionszentrum entfernt, dass man sagen könnte, sie seien verlassen“, so Nelson Cancinos, Anwalt und Experte für Drogenhandel an der Universität San Carlos in Guatemala. „Ohne Beschäftigungsmöglichkeiten oder privates Kapital, das investieren möchte, ist es auch schwierig, den Bewohnern zu sagen, dass sie sich nicht am illegalen Anbau beteiligen sollen.“ Der ehemalige guatemaltekische Innenminister und Experte für Drogenhandel und organisierte Kriminalität, Francisco Rivas, erklärte gegenüber der guatemaltekischen Tageszeitung „Prensa Libre“, dass der in Guatemala angebaute Mohn „nach Mexiko gebracht wird, wo er verarbeitet und dann in die Vereinigten Staaten verschickt wird. Diese mexikanischen Drogenhändlergruppen finanzieren den gesamten Anbau und die lokalen kriminellen Gruppen mit Waffen für die Logistik des Drogenhandels“.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2022 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!