Ticketverkauf für Machu Picchu wurde eingestellt

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Weltberühmte Inka-Zitadelle Machu Picchu (Foto: Archiv)
Datum: 13. August 2022
Uhrzeit: 09:33 Uhr
Ressorts: Peru, Welt & Reisen
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Lange Warteschlangen und Überfüllung am Machu Picchu haben die Behörden dazu veranlasst, den Verkauf von Eintrittskarten für die beliebteste Touristenstätte Perus bis nächsten Freitag (19.) zu stoppen. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem zahlreiche Besucher ihre Unzufriedenheit darüber geäußert hatten, dass sie die alte Inka-Zitadelle nicht betreten konnten. Hunderte von Touristen blockierten die Zuggleise in der Nähe von Machu Picchu, um gegen die Tatsache zu protestieren, dass sie seit Anfang der Woche wegen Überfüllung und Überbuchung durch lokale Reiseveranstalter nicht nach Machu Picchu gelangen konnten. „Ich habe bei einem Reiseveranstalter für mein Ticket für einen Tag mit einem Führer bezahlt“, klagte Eduardo Ponce, ein Tourist aus Mexiko. „Wir haben extra für den Bus bezahlt, der uns hierher nach Machu Picchu bringt und sie lassen uns nicht hinein, weil wir keine Eintrittskarte haben. Wir haben das Zugticket und das Busticket“.

Während sich der Reiseverkehr nach der Covid-19-Pandemie wieder erholt, haben Reiseziele auf der ganzen Welt damit zu kämpfen, die steigende Nachfrage zu bewältigen. Besonders problematisch ist dies bei historischen Stätten, wo die Behörden einen Ausgleich zwischen dem Andrang der Touristen und dem Schutz der Stätten schaffen müssen. Machu Picchu hat eine maximale Kapazität von 4.044 Personen pro Tag, aber der peruanische Kulturminister warnte die Touristen vor möglichen Desinformationskampagnen lokaler Reiseveranstalter, die gefälschte Tickets verkaufen. Alternativ werden Reisende dazu verleitet, den Zug zu nehmen und bei der Ankunft vor Ort Tickets zu kaufen, wobei sie oft erst nach der Ankunft feststellen, dass es keine gibt. Die Eintrittskarten für Macchu Pichu kosten etwa sechzig US-Dollar für internationale Besucher und sechsundzwanzig US-Dollar für Peruaner. Seit der Wiedereröffnung der Unesco-Welterbestätte im Oktober 2020 ist ein stetiger Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen.

Die peruanische Regierung hat die Kapazität der Stätte in diesem Jahr bereits zweimal erhöht. Am 17. Juli hat das Kulturministerium die tägliche Kapazität offiziell um eintausend Personen erhöht. In einer Facebook-Erklärung hieß es: „Diese Entscheidung berücksichtigt die Erhaltung der Stätte, um irreparable Schäden zu vermeiden, die ihren außergewöhnlichen universellen Wert beeinträchtigen und folgt den Empfehlungen der Unesco.“ Der Minister für Außenhandel und Tourismus des Landes, Roberto Sanchez Palomino, twitterte daraufhin, dass die Zahl der Besucher auf 5.044 pro Tag erhöht werden würde, aber diese zusätzlichen Tickets sind noch nicht eingetroffen. Daraufhin kündigten frustrierte Einheimische an, dass sie streiken werden.

Die Zitadelle wurde im 15. Jahrhundert als religiöses Heiligtum für die Inkas auf einer Höhe von 2.490 Metern erbaut. Im Jahr 2018 zog sie 1,5 Millionen Besucher an. Die UNO bezeichnete sie als „die wahrscheinlich erstaunlichste urbane Schöpfung des Inka-Reiches auf seinem Höhepunkt“.

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