Paraguay: Anführer der Guerillagruppe EPP getötet

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Bei Kämpfen mit Mitgliedern der Gemeinsamen Einsatztruppe (FTC) im Departement Amambay (Nordosten) ist am Sonntag (23.) der Anführer der paraguayischen Volksarmee (EPP) getötet worden (Foto: PoliciaNacional)
Datum: 24. Oktober 2022
Uhrzeit: 06:37 Uhr
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Autor: Redaktion
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Bei Kämpfen mit Mitgliedern der Gemeinsamen Einsatztruppe (FTC) im Departement Amambay (Nordosten) ist am Sonntag (23.) der Anführer der paraguayischen Volksarmee (EPP) getötet worden. Dies wurde auf einer Pressekonferenz von Präsident Mario Abdo Benítez bestätigt, der darauf hinwies, dass dieses Ereignis nach mehr als einem Jahr Geheimdienstarbeit stattgefunden hat. Zusammen mit Osvaldo Villalba wurden zwei weitere mutmaßliche Mitglieder der Organisation getötet. Nach Angaben von Benítez wurde die Identität von Villalba durch das Fingerabdruck-Identifizierungssystem (Afis) der Polizei bestätigt. „Ich wiederhole meine Bitte an diese gesamte terroristische Gruppe. Stellt die Kämpfe ein. Wir rufen zum Frieden in Paraguay auf“, erklärte der Präsident auf der Konferenz. Nach seinen Worten ist die Regierung bereit Verfahrensgarantien zu geben, damit sich die derzeitigen Mitglieder der EVP der paraguayischen Justiz stellen können. Der Präsident bedauerte auch den Tod der beiden Indigenen, die nach Angaben der Sicherheitsbehörden zuvor mit Mitgliedern der EVP aneinandergeraten waren. Diese indigene Gemeinde befindet sich in Cerro Guasu im Departement Amambay, wo die Konfrontation stattfand, die zum Tod der drei EVP-Mitglieder führte.

Die paraguayische Volksarmee (EPP) operiert seit vierzehn Jahren in der reichen Viehzuchtregion von Concepción im Zentrum des Landes, wo ihre Entführungen die Bevölkerung in Atem halten. Dies ist eine große Region in der Nähe der Grenze zu Brasilien (Mato Grosso), wo es reiche Rinderfarmen gibt, wenig befestigte Straßen und Drogenhändler sind weit verbreitet. Die bewaffnete Gruppe ist ein Ableger der linksradikalen politischen Bewegung Patria Libre, die in den 1990er Jahren nach dem Sturz der Diktatur von Alfredo Stroessner gegründet wurde, um „die Oligarchie zu bekämpfen und für eine echte Agrarreform zu kämpfen“. Die Aufständischen selbst bezeichnen sich als Marxisten-Leninisten und berufen sich auf die Figur des Unabhängigkeitshelden José Gaspar Rodríguez de Francia (1766-1844).

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