Chile: Vorreiter bei Investitionen in erneuerbare Energien

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Grüner Wasserstoff kann überall dort produziert werden, wo ausreichend Kapazitäten für erneuerbare Energien vorhanden sind und Lateinamerika verfügt über ein großes Potenzial an Wasserkraft, Wind- und Solarenergie (Foto: TotalEren)
Datum: 09. Januar 2023
Uhrzeit: 09:37 Uhr
Ressorts: Chile, Natur & Umwelt
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein historischer Meilenstein für Chile: Zum ersten Mal in der Geschichte des südamerikanischen Landes haben zwischen August 2021 und September 2022 allein Wind- und Solarenergie mehr Strom erzeugt als Kohle. Dies geht aus Daten hervor, die vom Nationalen Stromkoordinator und der Nationalen Energiekommission (CNE) zusammengestellt wurden. Dies ist jedoch kein Zufall, sondern das Ergebnis einer seriösen und durchdachten mittel- und langfristigen Planung, denn Chile hat sich 2014 das Ziel gesetzt, zwanzig Prozent seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, wobei das Jahr 2025 als Zieljahr festgelegt wurde. Nach Angaben von „Generadoras de Chile“ entfallen derzeit 57,8 Prozent der installierten Kapazität auf erneuerbare Energien und 42,2 Prozent auf thermische Energiequellen. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass es ein Dekarbonisierungsprogramm gibt, das darauf abzielt, thermische Kraftwerke bis 2040 auslaufen zu lassen. Darüber hinaus steht Chile erneut an der Spitze des von Bloomberg erstellten Climatescope-Rankings und wird als bestes Land für Investitionen in erneuerbare Energien unter den Schwellenländern der Welt und als neuntes Land weltweit anerkannt, was seine Führungsrolle im Bereich der sauberen Energie festigt.

Und obwohl Chile in der EY-Rangliste der attraktivsten Investitionsländer um drei Plätze auf Platz siebzehn zurückgefallen ist, bleibt es bei seinen Stärken, nämlich der Verfügbarkeit seiner natürlichen Ressourcen, seiner erfolgreichen Erfolgsbilanz und einem soliden Portfolio von Projekten, die sich bei der Innovation von erneuerbaren Technologien auszeichnen. Die verschiedenen Indikatoren bestätigen, dass sich Chile zu einem Magneten für Investitionen in erneuerbare Energien, einschließlich grünem Wasserstoff, entwickelt hat und stetig Fortschritte macht, da es das Potenzial hat, weltweit führend zu sein. Das Land schafft die Voraussetzungen, um seine ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen und der Staat hat eine Reihe von Mechanismen geschaffen, um Investitionen des Privatsektors anzuziehen. Hier spielt grüner Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der Erzeugung eines sauberen Kraftstoffs durch die Elektrolyse von Wasser, mit erneuerbarer Energie und geringen Emissionen.

Klare Signale aus der öffentlichen und privaten Welt wecken hohe Erwartungen, was eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringt, da das Land grünen Wasserstoff zu geringen Kosten produzieren und seine Wettbewerbsfähigkeit auf globaler Ebene steigern könnte. Es sei darauf hingewiesen, dass die Regierung im Rahmen der COP 27 Vereinbarungen mit der IDB und der Weltbank zur Förderung von Projekten für grünen Wasserstoff unterzeichnet hat, die es Chile ermöglichen werden, Darlehen in Höhe von siebenhundert Millionen US-Dollar zu erhalten, die zur Entwicklung der Industrie beitragen werden und das alles mit Anreizen, bei denen öffentlich-private Investitionen zusammengeführt werden. Nach Meinung von Experten wird grüner Wasserstoff einer der Schlüssel zu einer erfolgreichen Energiewende in Chile und der Welt ist und die Aufgabe ist es, weiterhin Lösungen zu entwickeln, die die Entwicklung durch eine produktive, nachhaltige und umweltfreundliche Wirtschaft vorantreiben.

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