Vulkan bricht auf unbewohnter Galapagos-Insel aus

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Der Vulkan La Cumbre auf der unbewohnten Insel Fernandina im ecuadorianischen Galápagos-Archipel ist erneut ausgebrochen (Foto: Aeropuerto Ecológico Galápagos/Walter Campoverde)
Datum: 04. März 2024
Uhrzeit: 00:48 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der Vulkan La Cumbre auf der unbewohnten Insel Fernandina im ecuadorianischen Galápagos-Archipel ist erneut ausgebrochen. Dies berichtete das staatliche Geophysikalische Institut diesen Sonntag (3.). In der Nacht zum Samstag wurde nach Angaben der Agentur am 1.463 Meter hohen La Cumbre „eine thermische Anomalie und ein Gasausstoß registriert, die auf den Beginn eines Eruptionsprozesses hindeuten“. Eine Gaswolke ohne viel Asche sei durch den Wind verdrängt worden, „ohne die Populationen“ anderer Inseln mit menschlichen Siedlungen wie der benachbarten Insel Isabela zu beeinträchtigen, fügte das Institut hinzu. Die Behörde berichtete, dass in sozialen Netzwerken geteilte Videos den Ausbruch aus einer umlaufenden Spalte an der Südflanke des einzigen Fernandina-Vulkans westlich der Galapagosinseln bestätigen, einem Naturerbe der Menschheit.

La Cumbre ist in fast acht Jahren insgesamt viermal ausgebrochen. Der letzte Ausbruch fand im Januar 2020 statt, als die Aktivität etwa neun Stunden dauerte. „Die Dauer des Ausbruchs lässt sich nicht genau vorhersagen und die Lava wird auch nicht die Meeresküste erreichen, aber den seit der letzten Eruptionsperiode gesammelten Daten über die Verformung des Vulkans zufolge ist es wahrscheinlich, dass der aktuelle Ausbruch größer sein wird als die beobachteten 2017, 2018 und 2020“, erläuterte das Institut und empfahl Touristen, sich fernzuhalten, wenn Lavaströme doch ins Meer gelangen, da es zu kleinen Explosionen und der Freisetzung giftiger Gase kommen könnte. Mit zwischen 28 und 30 registrierten Ausbrüchen seit 1800 weist La Cumbre die höchste Wiederholungsrate von Ausbrüchen im ecuadorianischen Touristenarchipel auf.

Galápagos, tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors gelegen und nach den dort lebenden Riesenschildkröten benannt, war der Ort, an dem der englische Naturforscher Charles Darwin die Theorie der Artenentwicklung beschrieb. Der Archipel ist außerdem Teil des Biosphärenreservats, verfügt über eine weltweit einzigartige Flora und Fauna und über ein empfindliches Ökosystem.

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