Die kolumbianische Luftwaffe hat einen Notfallplan für einen möglichen Ausbruch des Vulkan Galeras aktiviert. Nach Angaben des Instituts für Geologie und Bergbau (Ingeominas) könnte ein Ausbruch in den nächsten Tagen bevorstehen. Die Aktivierung beinhaltet den höchsten Grad der Bereitschaft von Rettungsmannschaften, Ärzten, Sanitäter und Lufteinheiten.
Die kolumbianischen Behörden haben für den Vulkan Galeras bereits den orangenen Alarm verfügt. Nach Angaben von Ingeominas wurde eine “signifikanten Erhöhung der seismischen Aktivität” registriert. Laut ihrem jüngsten Bericht traten in den letzten Stunden mehrere Erdbeben mit eruptiven Ausbrüchen und Magmafluss auf.
Der Galeras (auch Urcunina) ist ein Stratovulkan in Kolumbien und befindet sich nahe der Stadt Pasto. Der Vulkan hat am Grund einen Durchmesser von rund 20 Kilometern und einen Kraterdurchmesser von 320 Metern. In den letzten 5000 Jahren werden mindestens sechs große Eruptionen vermutet sowie eine Vielzahl von kleineren, allein im 16. Jahrhundert etwa 20. Im Jahr 1993 kamen bei einer Eruption neun Personen ums Leben. Darunter befanden sich 6 Geologen, die im Krater Messungen durchführten. Mitglieder dieses Teams waren unter anderem Néstor García, Igor Alexandrowitsch Menjailow und Stanley N. Williams.

Im November 2006 mussten 8.000 umliegende Bewohner nach einer Warnung des Instituto Colombiano de Geología y Minería (Kolumbianisches Geologieinstitut) evakuiert werden. Der letzte Ausbruch fand im Februar 2009 statt, erneut mussten die Menschen in der Provinz Nariño in Sicherheit gebracht werden.
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