Die Mischung zwischen dem Islam und Sozialismus hat ausgedient► Seite 2

Datum: 02. März 2011
Uhrzeit: 04:16 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Frank Meier, Deutschland (Leser)
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Diese Abweichungen in der Geschlechterfrage und die moderate Auslegung des Koran haben den Hass der östlichen Beduinen auf Gaddafi angefeuert. Um den Islamisten im Land – schon aus Eigennutz – Herr zu werden, schloss sich Gaddafi nach dem 11. September dem Antiterror Kampf der USA an; obwohl er nach dem US-Bombardement 1986 auf sein Anwesen, bei dem seine geliebte Adoptivtochter starb, einige Jahre vor blindem Hass und von Rache getrieben, jeden Terroristen, der gegen die USA war oder auch nur Unruhe stiftete, unterstützte.

Durch die Zusammenarbeit im Antiterrorkampfes war Gaddafi in der Lage, jeden Islamisten im Land unschädlich zu machen. Die meisten Extremisten leben im östlichen Beduinen-Gebiet rund um Benghazi, wo Gaddafi schon vor dem Aufstand kaum Einfluss hatte. Dieser geringe Einfluss auf dieses Gebiet zeigte sich schon vor einigen Jahren, als fünf christliche Krankenschwestern in Benghazi zum Tode wegen angeblicher Missionierung verurteilt worden. Damals setzte Gaddafi alle Hebel in Bewegung, um das Leben der fünf Frauen zu retten und diese fanatischen Wirrköpfe ruhig zu stellen – was ihm zum Glück auch gelang. Es ist schon erschreckend, bei ihren “Hurensöhnen” werden die Demonstrationen klein geredet und die Generation Facebook zu Islamisten und zu Anhängern der Muslimbruderschaft verklärt und die französische Außenministerin wollte sogar Polizeikräfte zur Unterstützung des Regimes in Tunesien schicken. Und in Libyen werden die vielleicht richtigen Islamisten zu ehrbaren Bürgern gemacht. Haben Sie sich noch nicht gefragt, warum man auf den spärlichen Bildern und Videos (im Gegensatz zu Tunesien und Ägypten, wo auch geschossen wurde) kaum bis keine Frauen sieht? Des Weiteren mehren sich die Hinweise darauf, dass die Aufständischen in Libyen von der CIA trainierte nationalistische Monarchisten und Islamisten sind (die “neue” Fahne in Ost-Libyen ist die des Regimes vor Gaddafi).

Mit sowas hatten die USA ja schon bei Bin Laden keine Probleme, als er für sie 50 000 russische “Ungläubige” aus seinem Land bombte. Nur wandte der sich dann gegen die USA, nachdem diese das saudiarabischen Regime, dass das eigenes Volk so schlimm wie kein anderer Despot der Region unterdrückt, stärkten und vor jedem Umsturzversuch beschützten, indem sie dort seit 1991 ca. 160 000 US-Soldaten stationiert haben.

“Vom Kommunismus der Karibik, gleich neben der Dominikanischen Republik, kann man das allerdings nicht behaupten.”

Gleich neben der Dominikanischen Republik kommt noch nicht der Kommunismus. Vorher kommt noch das kapitalistische Urlaubsparadies Haiti. Im Armenhaus Amerikas fahren die dicken neoliberalen Bonzen in klimatisierten Luxuskarren durch die Gegend, während alle anderen barfuß mit Schubkarren rumlaufen. Die vielen Kinder sind völlig unterernährt oder am Verhungern und haben weder eine Gesundheitsversorgung noch Schulbildung und laufen völlig willenlos und ohne Hoffnung durch die maroden Städte.

Sie finden, das sei unfair, da es dort ein verheerendes Erdbeben gab, das alles zerstört hat? Ja, aber bestimmt nicht unfairer wie Ihre Äußerungen über Kuba, das durch das US-Embargo und nach drei verheerenden Wirbelstürmen 2008 völlig zurückgeworfen wurde, obwohl Experten für dieses Jahr (Dank der endlich eintreffenden chinesischen Zusammenarbeit) ein Wirtschaftswachstum von über 10 % prognostizierten. Warum sehen Sie sich nicht auf Haiti ein wenig um? Ich wette, dass die Damen dort viel billiger sind als auf Kuba. Und mit ein wenig Glück kriegen Sie noch die Cholera als Bonus – aber nur, wenn Sie in der selbst ernannten “Freien Welt” ordentlich Luft holen und frei atmen.

“Sein Volk ist für eine Revolution sicher zu schwach, wahrscheinlich wegen der Essensknappheit nicht in der Lage aufzustehen und sich zu wehren.”

Oder weil 47 % der Kubaner vom vielen Essen starkes Übergewicht haben und zu glücklich auf ihrer abgeschiedenen Insel für einen Aufstand sind.

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  1. 1
    compos

    diesen artikel finde ich äußerst interessant und notwendig. unsere massenmedien bringen leider nicht die wahrheitsgemäßen infos, wie sie hier stehen. leider sind sämtliche konsumenten unserer medien dadurch gehirngewaschen und nicht mehr in der lage, die situation richtig einzuschätzen. bitte mal alle vorkommnisse im hochzivilisierten libyen auf unsere verhältnisse anwenden… wie würde wohl die (führung der)bundeswehr vorgehen, wenn sich z. b. bayern per demonstrationen selbständig machen wollte? was würde hier passieren, wenn ein paar tausend demonstranten die kanzlerin und die regierung weghaben wollten??
    ach, wir müssen ja nur ein paar monate zurückdenken an die stuttgart21-demos und den „zärtlichen“ einsatz der polizei dagegen…

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