Die Botschaften von Kolumbien, Mexiko, Peru und Costa Rica haben in Tokio mitgeteilt, dass seit dem schweren Erdbeben in Japan bis zu 69 ihrer Landsleute vermisst werden. Alle Personen haben in Regionen gelebt, welche am stärksten von den Erstößen betroffen waren. Die offiziell bestätigte Zahl der Toten ist nach Angaben der Regierung auf 4.277 gestiegen, bis zu 12.000 Menschen werden noch vermisst.
Laut einer Erklärung des kolumbianischen Außenministeriums in Bogotá werden “mindestens” zehn Landsleute vermisst. Die Verschollenen lebten in den gefährdeten Gebieten Miyagi, Fukushima, Aomori und Iwate. Das Außenministerium schätzt, dass etwas 2.000 Kolumbianer/innen in Japan leben.Nach Angaben des mexikanischen Botschafters in Japan, Miguel Ruiz Cabañas, werden sieben Mexikaner aus der Großstadt Sendai vermisst. Der Verwaltungssitz der japanischen Präfektur Miyagi war mit am stärksten von der Katastrophe betroffen. In einer Pressekonferenz gab der Diplomat bekannt, dass es seit dem Beben keine Nachricht von den Mexikanern gibt.
Juan Carlos Capuñay, peruanischer Botschafter in Tokio gab bekannt, dass 70 Bürger des Andenstaates in der am stärksten verwüsteten Umgebung von Sendai leben. Bisher konnte nur zu 20 von ihnen Kontakt hergestellt werden, von den restlichen 50 Personen fehlt jede Spur. Die Botschaft von Costa Rica teilte mit, dass zwei ihrer Staatsbürger verschollen sind. Laut den Botschaften von Guatemala, Paraguay, Venezuela, Chile, der Dominikanischen Republik und Bolivien, waren bisher keine ihrer Staatsangehörigen unter den Opfern. Die Regierung von Uruguay bemüht sich, Kontakt zu etwa 180 Familien herzustellen, welche in der Nähe von Tokio leben. Brasilien sucht über das Rote Kreuz Kontakt zu etwa 250.000 Staatsbürgern. Im Moment gibt es keine Hinweise auf Todesfälle.
Ein Beben der Stärke 5.0 auf der Momenten-Magnituden-Skala hat die Küstenregion der Dominikanische Republik erschüttert. Das Erdbeben trat um 13:42:32 UTC in einer Tiefe von 33.7 Kilometern auf und war ebenfalls auf der Nachbarinsel Puerto Rico zu spüren. Nach ersten Meldungen gab es keine Opfer oder Verletzte.
Die Regierung der Dominikanischen Republik hat für den 24. März die Vorlage eines Nationalen Notfallplanes für ein zu erwartendes starkes Erdbeben angekündigt. Das Notfall- und Operationszentrum (COE) wird zusammen mit anderen Hilfsorganisationen ein Programm für die Ausbildung und Anleitung der Bevölkerung für ein Notfallszenario an den Schulen und Universitäten des Landes erstellen. Ebenfalls sollen mehrere Katastrophenschutzübungen durchgeführt werden.
Eine Gruppe von Experten warnte davor, dass die Dominikanische Republik ein ähnliches Beben wie in Haiti verwüsten könnte. Forscher an der Columbia University teilten dem Präsidenten Leonel Antonio Fernández Reyna mit, dass sich das Risiko einen Bebens der Stärke 8 für das Gebiet um Santiago de los Caballeros erhöht habe. “Die nächste Erschütterung dieser Größenordnung wird wahrscheinlich auf der Insel Hispaniola auftreten,” teilte Richard Plunz, Direktor des Forschungsteams mit. Ein Treffen mit Fernández ist für Ende April in Santo Domingo geplant.
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