Argentinien: Papst Franziskus setzt auf soziale Netzwerke

Datum: 21. September 2013
Uhrzeit: 15:15 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Kirche muss auch die sozialen Kommunikationsmittel nutzen

Der aus Argentinien stammende Papst Franziskus hat den Päpstlichen Medienrat dazu aufgefordert, beim Dialog mit Klugheit auch auf soziale Netzwerke zu setzen. Der Pontifex hat am Samstag (21.) die Vollversammlung des Medienrates im Vatikan empfangen und dabei auch die Bedeutung der Kommunikation für die Kirche und für die Evangelisierung hervor gehoben.

Franciscus

„Ich denke, dass in allen Situationen über die Technologien hinaus das Ziel darin liegt, in den Dialog mit den Männern und Frauen von heute treten zu können, um ihre Erwartungen, Zweifel und Hoffnungen zu verstehen. Diese Männer und Frauen sind mitunter ein wenig enttäuscht von einem Christentum, das ihnen steril erscheint und eben darin Schwierigkeiten hat, auf wirksame Weise den tiefen Sinn, den der Glaube schenkt, zu vermitteln“, zitiert „Radio Vatikan“ (internationaler Hörfunksender des Heiligen Stuhles).

Demnach sei gerade heute, im Zeitalter der Globalisierung, eine zunehmende Orientierungslosigkeit und Einsamkeit festzustellen. Laut dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche breitet sich hinsichtlich des Sinns des Lebens Verwirrung aus. Viele Menschen seien deshalb unfähig, sich auf ein „Zuhause“ zu beziehen und sie hätten Mühe, „tiefe Bande zu knüpfen.“ Die Kirche müsse laut dem Papst deshalb auch die sozialen Kommunikationsmittel nutzen.

Es sei wichtig, einen Dialog führen zu können, indem man mit Klugheit auch in die von den neuen Technologien geschaffenen Bereiche geht, in die sozialen Netzwerke, um präsent zu sein, um so zuzuhören, miteinander zu reden, zu ermutigen. „Fürchten Sie sich nicht, diese Präsenz zu verkörpern und dabei Ihre christliche Identität einzubringen, wenn Sie Teil dieser Bereiche werden. Eine Kirche, die den Weg begleitet, weiß sich mit allen auf den Weg zu machen!“.

Obwohl der Papst die positiven Aspekte dieser Kommunikationsmittel hervorhob, erinnerte er auch daran, sich der „Grenzen und schädlichen Faktoren“, die ebenfalls bestünden, bewusst zu sein. Nach seinen Worten solle sich jeder kritisch fragen, ob es der Kirche gelinge, auch auf diesem Gebiet Christus zu bringen und zur Begegnung mit Christus zu führen. Dies sei auch bei der Ausbildung von Priestern, Ordensleuten und Laien zu bedenken. Das Grundproblem sei demnach nicht der Erwerb ausgeklügelter Technologien, auch wenn diese für eine aktuelle und wirksame Präsenz notwendig seien. Vielmehr müsse die Vorstellung immer sehr klar sein, dass „der Gott, an den wir glauben, ein Gott voll Leidenschaft für den Menschen ist, der sich durch unsere Werkzeuge, selbst wenn sie armselig sind, zeigen will“, betonte Franziskus.

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