Krise in Venezuela: Fluggesellschaften reduzieren Sitzplatzkapazität um 38,5%

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Lufthansa verzichtet derzeit gelegentlich auf Verbindungen nach Caracas (Foto: latinapress/IAP/Michael Unsleber)
Datum: 17. März 2014
Uhrzeit: 15:14 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Der Verband der Fluggesellschaften in Venezuela „Asociación de Líneas Aéreas de Venezuela“ (Alav) vertritt 26 nationale und internationale Unternehmen im südamerikanischen Land. Ein Sprecher der Alav gab am Montag (17.) bekannt, dass elf ihrer Mitgliedsorganisationen ihren Betrieb in diesem Jahr reduzieren und im Durchschnitt die Zahl der angebotenen Sitzplatzkapazität um 38,5% reduzieren. Die Fluggesellschaften sahen sich dazu veranlasst, da das linksgerichtete Regime seit Monaten nicht in der Lage ist, Schulden in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar zu begleichen. Die Wirtschaft des erdölreichsten Landes der Welt steht am Abgrund und wird nur noch durch Kredite aus Russland und China am Laufen gehalten.

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Als dramatischster Fall wird Tiara Air genannt, eine Fluggesellschaft mit Sitz in Oranjestad auf Aruba und Basis auf dem Flughafen Aruba. Die kleine Airline musste angesichts unbezahlter Rechnungen in Höhe von 39 Millionen US-Dollar die Regierung in Aruba um Schutz und Hilfe bitten. Im Jahr 2013 betrieb das Unternehmen noch drei wöchentliche Flüge auf der Strecke Caracas-Oranjestad mit insgesamt 423 Sitzplätzen, drei tägliche Flüge von Maracaibo mit einem Angebot von 213 Sitzplätzen und vier tägliche Flüge von Las Piedras mit 249 Plätze. Im Jahr 2014 reduzierte die Airline insgesamt 78% ihrer Sitzplatzkapazität.

Laut dem ARD-Studio Mexiko wartet die deutschen Airline Lufthansa auf die Begleichung von Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Nach Angaben von Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne verzichtet die Airline derzeit gelegentlich auf Verbindungen nach Caracas und setzt zudem ein kleineres Flugzeug ein.

Der gescheiterte “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” hat dazu geführt, dass das Land Schulden im zweistelligen Milliardenbereich angehäuft hat. Die seit einem Monat andauernden Proteste gegen Präsident Maduro haben bisher mindestens 29 Todesopfer gefordert, Venezuela treibt auf einen Bürgerkrieg zu. Die Tage von Präsident Maduro scheinen gezählt zu sein, das Land steht vor einem Wandel und einer ungewissen Zukunft.

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  1. 1
    Alba

    Gibt es noch etwas was es wirklich gibt? Langsam müsste jetzt eigentlich auch dem Dümmsten klar geworden sein, dass so lange wie diese Dilettanten noch an der Regierung sind es immer weniger geben wird, immer weniger ins Land kommen wird, das Land immer mehr isoliert sein wird. Die Einzigen die sich an so einer Entwicklung erfreuen sind die Jungs aus Kuba und China und Russland und dann haben sie was sie wollten, sie können Vzla. noch so richtig ausschlachten, nach Abschlachten der Urbevölkerung im Orinoco Gebiet, geht es dann an die noch verborgenen Schätze Venezuelas. Stoppt diese Regierung, zwingt sie zum Abdanken, no, kein Dialog mit diesen Verbrechern, fegt sie hinweg, ab nach Kuba.

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