Venezuela: Außerplanmäßige Opec-Konferenz abgelehnt – Ölpreis fällt

benzinpreise

Ölkrise macht Venezuela zu schaffen (Foto: Archiv)
Datum: 11. September 2015
Uhrzeit: 12:35 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach Berichten der Nachrichtenagentur „Reuters“ haben die arabischen Ölminister eine von Venezuela geforderte außerplanmäßige Opec-Konferenz abgelehnt. Das südamerikanische Land leidet erheblich unter dem Preisverfall des schwarzen Goldes und hält seine Wirtschaft durch durch permanente Milliarden-Kredite aus China am Laufen. Nach aktuellen Daten des Wirtschaftsinstituts „Ecoanalítica“ gingen im Jahr 2008 etwa 0,8 Prozent der täglichen Ölproduktion an die asiatische Nation, heute 13,6 Prozent der Tagesproduktion.

Der südamerikanische Staat könnte im Geld schwimmen. Die Linksregierung hat das Land jedoch systematisch abgewirtschaftet und die einst blühende Ölindustrie ausgeplündert. Kein Land der Welt ist so von einer Pleite bedroht, seit Präsident Maduros Amtsantritt geht es mit der Wirtschaft steil bergab. Die Inflation schnellte auf über 100%, Schlangestehen vor dem Supermarkt gehört zum Alltag im erdölreichsten Land der Welt.

Update
Das venezolanische Ministerium für Erdöl und Bergbau gab am Freitag (11.) bekannt, dass der Preis für venezolanisches Rohöl bei 41,08 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) liegt. Dies ist ein Verlust zur Vorwoche von 1,58 US-Dollar.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Wenn man die Rohöl Quotierungen in den letzten Wochen verfolgt hat, dann gab es eine ständige Berg- und Talfahrt der Rohölpreise, jedoch immer in der Bandbreite US$ 40-50 pro Fass. Maduro ist von seinem Hirngespinst eines Rohölpreises in Höhe von US$ 100,- pro Fass schon abgeglitten und scheint schon mit US$ 70,- fürs Erste zufrieden zu sein oder sein müssen. Zumindest für die nähere Zukunft wird sich der Ölpreis auf niedrigem Niveau bewegen, da wird auch das Verlangen von Maduro nach Konferenzen und Mengenbegrenzungen nichts bringen. Sollte der Ölpreis bedeutend steigen, die US-amerikanischen Firmen werden dann wieder verstärkt ihr Schieferöl produzieren.

    • 1.1
      Marvin Scott

      Und dazu kommt noch, dass früher oder später der Iran wieder auf den Markt drängen wird. Die sunnitischen Saudis als die religiösen Gegenspieler des schiitischen Iran (Krieg im Jemen!) werden kein Interesse daran haben, die Preise zugunsten des Iran ansteigen zu lassen. Es wird für Venezuela schwierig bleiben, selbst wenn ein Machtwechsel stattfinden würde.

  2. 2
    Der Bettler

    Glaubt den der Oberpfosten Maburro ,wenn er eine außerordentliche OPEC Konferenz fordert,dann
    springen gleich alle.Da zeigt sich mal wieder die grenzenlose Überheblichkeit und Dummheit dieses Baumbewohners.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!