Demonstranten fordern Ende der Gewalt an schwarzen Frauen

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Die Ermordung von Marielle Franco, prominentest Menschenrechtsaktivistin und schwarze Stadträtin in Rio de Janeiro im März dieses Jahres, räumt dem Kampf um die Rechte schwarzer Frauen einen größeren Stellenwert ein (Foto: Tomaz Silva/Agência Brasil)
Datum: 30. Juli 2018
Uhrzeit: 10:50 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine Demonstrationsverantaltung in Copacabana im Süden von Rio de Janeiro hat am Sonntag (29.) ein Ende der Gewalt gegen schwarze Frauen im ganzen Land gefordert. Laut Daten aus dem „Atlas der Gewalt 2018“ vom Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (Ipea) liegt die Mordrate an schwarzen Frauen in Brasilien bei 5,3 pro 100.000 Einwohner. Die Zahl ist um 73 Prozent höher als bei nicht-schwarzen Frauen, deren Mordrate 3,1 pro 100.000 Einwohner beträgt (Daten für 2016). In zehn Jahren stieg die Rate der Morde an schwarzen Frauen um 15,4 Prozent, während sie bei Nicht-Schwarzen um acht Prozent sank.

Der seit 2015 jährlich stattfindende Marsch der schwarzen Frauen enthält 27 Forderungen, darunter das Ende des Frauenmeminizids, die Untersuchung von Fällen häuslicher Gewalt, das Ende von Rassismus und Sexismus in den Medien, das Ende der Gewalt gegenüber Religionen afrikanischer Minderheiten und ein leichterer Zugang dieser Bevölkerungsgruppe zu den „Zentren der Macht“. Die Ermordung von Marielle Franco, prominente Menschenrechtsaktivistin und schwarze Stadträtin in Rio de Janeiro im März dieses Jahres, räumt dem Kampf um die Rechte schwarzer Frauen einen größeren Stellenwert ein.

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