Hilfe für bedrohtes Kulturerbe

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Die Organisation Friends of Art in the Andes in Peru kümmert sich um zehn katholische Kirchen von historischem Wert (Foto: Latinapress)
Datum: 30. Januar 2020
Uhrzeit: 19:59 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Wo sich Natur- oder menschengemachte Katastrophen ereignen, ist materielles Kulturerbe oftmals in Gefahr. Vorsorgemaßnahmen können dazu beitragen, den Schaden zu begrenzen. Der Prince Claus Fund (Amsterdam/Niederlande) und die Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf/Deutschland) haben daher die gemeinsame Initiative „Emergency Preparedness for Cultural Heritage under Threat” ins Leben gerufen. Nach einer internationalen Ausschreibung stehen die ersten neun Förderprojekte nun fest. Die ausgewählten Anträge stammen aus acht Ländern – von Museen und Archiven, Stiftungen und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Ihre Projekte sind Bedrohungen wie Bränden, Überschwemmungen, Erdrutschen, Erdbeben, Kriminalität und Krieg gewidmet. Die Fördermittel belaufen sich auf etwa € 20.000 pro Projekt.

Peru, Jamaika, Surinam

Die Organisation Friends of Art in the Andes in Peru kümmert sich um zehn katholische Kirchen von historischem Wert, die im täglichen Leben und in der lebendigen Alltagskultur ihrer Gemeinden nach wie vor eine zentrale Rolle spielen. Mit der Förderung wird sie zehn lokale Teams in Katastrophenvorsorge und Krisenreaktion ausbilden, um die Kulturerbestätten im Falle eines Erdbebens oder Feuers schützen zu können. Das National Museum of Jamaica beherbergt über 17.000 Artefakte, die die wichtigsten Ereignisse und kulturellen Erzeugnisse der jamaikanischen Geschichte repräsentieren. Zugleich sieht sich das Haus vielfältigen Gefahren wie Wirbelstürmen, Überflutungen und Erdbeben ausgesetzt. Im Rahmen des geförderten Projekts sind Ausbildungsmaßnahmen, unter anderem zur Risikobewertung, Priorisierung von Rettungsmaßnahmen und Digitalisierung vorgesehen. Die National Archives of Suriname werden dabei helfen, Katastrophen- und Notfallvorsorgepläne für zwanzig Kulturerbestätten in der Region Paramaribo zu entwickeln, denen von steigenden Meeresspiegeln, Stürmen, Bränden und Überschwemmungen Gefahr droht.

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