Lula da Silva will einen „Faschisten“ besiegen

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Kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung durch das "Supremo Tribunal Federal" bekräftigte Lula, dass er "wenn nötig" kandidieren werde, um "einen Faschisten" zu besiegen (Foto: Archiv)
Datum: 16. April 2021
Uhrzeit: 13:59 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach der Aufhebung der Urteile (Korruption, Geldwäsche) gegen den ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva durch Richter Edson Fachin hat das Plenum des Obersten Gerichtshofs in Brasília die Einzelentscheidung am Donnerstag (15.) ratifiziert. Acht Richter stimmten für die Beibehaltung der Entscheidung und drei dagegen. Die Urteile wurden lediglich aus „prozessualen Gründen“ aufgehoben, es handelt sich nicht um einen Freispruch. In den nächsten Wochen wird entschieden, ob die Fälle an die Justiz in Brasília oder São Paulo übertragen werden. Kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung durch das „Supremo Tribunal Federal“ bekräftigte Lula, dass er „wenn nötig“ kandidieren werde, um „einen Faschisten“ zu besiegen.

„Wenn es notwendig ist und ich 2022 ein Kandidat sein muss, um die Wahlen gegen einem Faschisten namens Bolsonaro zu gewinnen, dann werde ich das tun“, so Lula. „Ich bin allerdings 75 Jahre alt, betrachte mich als gesund und es geht mir körperlich gut, aber ich muss es nicht sein. Wir können auch jemand anderen wählen, der die fortschrittlichen Interessen des Landes vertreten kann“, erklärte er in einem Interview im brasilianischen TV. „Ich hätte nie gedacht, dass wir in Brasilien einmal einen faschistischen und völkermordenden Präsidenten haben würden, der am meisten für die Pandemie verantwortlich ist. Er denkt nur an das Militär und deshalb glaube ich, dass die Demokratie zurückkehren wird und ich hoffe, dass ich an diesem Prozess teilnehmen kann – der Brasilien wieder Hoffnung und Freude bringen wird“, fügte der ehemalige Präsident hinzu.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    C.H. Sievers

    >Die Urteile wurden lediglich aus „prozessualen Gründen“ aufgehoben, es handelt sich nicht um einen Freispruch.<
    Aha, damit ist eigentlich alles Notwendige gesagt.

    Und im Umkehrschluss bedeutet das,„ in Brasilien einen durchaus faschistoiden und völkermordenden Präsidenten, welcher am meisten für die Pandemie verantwortlich ist und welcher nur an sich selbst und seine Klientel und das Militär denkt auf diese Art abzuschaffen und deshalb glaube Hr. Bolsonaro, dass man mit Korruption, Betrug, Geldwäsche zur Demokratie zurückkehren wird und zugleich, dass es somit für Brasilien wieder Hoffnung und Freude bringen wird“, fügte der ehemalige Präsident hinzu.

    Sehr aufschlussreiche Haltung, welche sehr tief in einen anderen Abgrund blicken lässt.
    Liebe Brasileiros, ihr habt in jedem Fall etwas besseres verdient.

    • 1.1
      Jürg Grüter

      Was hat bolsonaro und seine korrupten kinder in brasilien gemacht? Ausser die eigenen taschen gefüllt? Wie lange war bolsonaro im parlament in brasilia tätig? Mehr als 20 jahre und dort hat er nichts getan. Es tut mir leid, aber die meissten die ihn gewählt haben sind für die situation in brasilien verantwortlich. Die btasilianer die ihn gewählt haben, jedoch in europa leben, sollten doch nach brasilien fligen und dort bleiben. Schlimmer sls bolsonaro geht nicht mehr, verlogen, korrupt und ein faschist

      • 1.1.1
        C.H. Sievers

        Oh doch Hr. Grüters, es geht noch weitaus schlimmer!!!
        Werfen Sie mal einen ungeschminkten Blick durch die nicht rosa gefärbte Brille nach Venezuela!
        Allerdings liegen Sie richtig, weder der korrupte Sozialist Lula, noch der korrupte Faschist Bolsonaro, stellen irgendeine taugliche Alternative oder gar Perspektive dar.

  2. 2
    Bernhard Classen

    Hallo,
    Die Alternative zum jetzigen und ehemaligen Präsidenten wären die Kommunisten oder das Militär! Das hieße den Teufel mit dem Belzebub austreiben!

  3. 3
    Paul Landmesser

    Wir können nur hoffen, dass wir von diesen sozialistischen Verbrechern und ökonomischen Totalversagern in der PT verschont bleiben werden, egal wer Präsident werden wird!

    • 3.1
      Jürg Grüter

      Herr landmesser, leben sie in brasilien? Wenn nein wäre es besser sie würden nichts sagen

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