Liveticker: „Lula“ da Silva gewinnt Stichwahl um das Präsidentschaftsamt in Brasilien

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Lula da Silva besiegte Jair Bolsonaro mit minimalem Vorsprung und wird wieder Präsident von Brasilien (Foto: LuladaSilva)
Datum: 30. Oktober 2022
Uhrzeit: 19:25 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Brasilien hat am Sonntag (30.) die Stichwahl um das Präsidentschaftsamt stattgefunden. In zwölf Bundesstaaten wurden auch die nächsten Gouverneure bestimmt und die Bürgermeister von acht Gemeinden, in denen Ergänzungswahlen stattfanden, ebenfalls gewählt. In der Stichwahl um das höchste Amt im größten Land Südamerikas standen sich Präsident Jair Messias Bolsonaro und Ex-Präsident Luiz Inácio „Lula“ da Silva gegenüber. In der ersten Runde am 2. Oktober konnte sich „Lula“ mit 48,43 Prozent (57.259.504 Stimmen) gegenüber Bolsonaro (43,20 Prozent und 51.072.345 Stimmen) durchsetzen. Nach Schließung der Wahllokale um 17:00 Uhr (Ortszeit Brasília) begann das Oberste Wahlgericht (TSE) mit der Veröffentlichung der ersten Ergebnisse. Nach Auszählung von 100 Prozent der Wahlbezirke erhielt „Lula“ 50,90 und Bolsonaro 49,10 Prozent der gültigen Stimmen. „Lula“ gewann mit minimalem Vorsprung (60.345.999 gegenüber 58.206.354) in der polarisiertesten Abstimmung in der Geschichte Brasiliens und wird wieder Präsident der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas. Formale Amtsübergabe ist am 1. Januar 2023.

Wahlberechtigt waren 156.454.011 Personen, dreiundsiebzig Prozent der Einwohner von Brasilien. Die Zahl der Wähler in diesem Jahr war um 6,2 Prozent höher als bei den Wahlen 2018, als 147,3 Millionen Menschen wahlberechtigt waren. Das Wählen war für Personen zwischen 18 und 70 Jahren obligatorisch, fakultativ für Personen zwischen 16 und 18, für Personen über 70 und für Analphabeten. Wer verhindert war, konnte seine Abwesenheit in jedem Wahllokal rechtfertigen. Nach Angaben des Ministers betrug die Enthaltung im ersten Wahlgang 20,95 % bezogen auf die Gesamtzahl der wahlberechtigten Wähler. Nach der Abstimmung an diesem Sonntag stellte das Oberste Wahlgericht fest, dass 20,56 Prozent der Wahlberechtigten nicht gewählt haben.

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