Sexueller Missbrauch: Prozess gegen katholischen Bischof – Update

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Papst Franziskus, ehemaliger Erzbischof von Buenos Aires und erster lateinamerikanischer Pontifex, hat sich wiederholt für vergangene Verbrechen von Klerikern entschuldigt und versprochen, die Vertuschung zu beenden und dafür zu sorgen, dass der sexuelle Missbrauch durch Priester "vom Angesicht der Erde getilgt wird" (Fozto: Archiv)
Datum: 21. Februar 2022
Uhrzeit: 16:47 Uhr
Ressorts: Argentinien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Am Montag (21.) hat der Prozess gegen einen römisch-katholischen Bischof begonnen. Der Geistliche wird beschuldigt, junge Männer in Nordargentinien sexuell missbraucht zu haben. Es ist der jüngste Fall, der die Vorwürfe von Sexualverbrechen, die die Kirche weltweit in den letzten Jahrzehnten erschüttert haben, in den Vordergrund rückt. Papst Franziskus, ehemaliger Erzbischof von Buenos Aires und erster lateinamerikanischer Pontifex, hat sich wiederholt für vergangene Verbrechen von Klerikern entschuldigt und versprochen, die Vertuschung zu beenden und dafür zu sorgen, dass der sexuelle Missbrauch durch Priester „vom Angesicht der Erde getilgt wird“.

Der argentinische Fall dreht sich um Vorwürfe, dass Gustavo Zanchetta, der als Bischof von Oran in der überwiegend katholischen nördlichen Provinz Salta diente, sich an jungen Männern vergangen hat, die in einem von ihm 2016 gegründeten Priesterseminar auf das Priesteramt vorbereitet wurden. Ende 2017 verließ Zanchetta Oran, um in der vatikanischen Vermögensverwaltung des Apostolischen Stuhls zu arbeiten, einem Finanz- und Buchhaltungsbüro, das auch Kirchengüter in Italien verwaltet. Im darauffolgenden Jahr beschuldigten ihn drei Priester des sexuellen Missbrauchs, des Machtmissbrauchs und der finanziellen Misswirtschaft, die im Priesterseminar von Oran stattgefunden haben sollen.

Update, 6. März

Gustavo Zanchetta, der frühere Bischof von Oran in der nördlichen Provinz Salta Argentiniens, wurde des sexuellen Missbrauchs zweier ehemaliger Seminaristen für schuldig befunden. Das Gericht verhängte eine sofort beginnende Freiheitsstrafe von 4 1/2 Jahren.

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