Steigende Kriminalität: Ecuador erklärt Ausnahmezustand – Update

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Guillermo Lasso ist der Präsident von Ecuador (Foto: Guillermo Lasso)
Datum: 30. April 2022
Uhrzeit: 12:21 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Ecuadors Präsident Guillermo Lasso hat am Freitag (29.) in drei der vierundzwanzig Provinzen des südamerikanischen Landes einen 60-tägigen Ausnahmezustand verhängt. Die Maßnahme sieht unter anderem Ausgangssperren in einigen Gebieten und den Einsatz tausender Sicherheitskräfte vor, begründet wurde dies mit einem Anstieg der Kriminalität. Es ist bereits das zweite Mal, dass Lasso den Ausnahmezustand verhängt, um gegen die seit Ende letzten Jahres stark angestiegene Gewalt vorzugehen. Die Regierung macht dafür Drogenhändlerbanden verantwortlich, die das Land als Transitpunkt für den Export von Rauschgift in die Vereinigten Staaten und nach Europa nutzen. Der von Lasso im Oktober letzten Jahres verhängte Ausnahmezustand wurde vom Verfassungsgericht kritisiert, das die Dauer des Ausnahmezustands auf dreißig Tage halbierte und erklärte, das Militär dürfe nur Polizeieinsätze unterstützen.

„Per Dekret habe ich den Ausnahmezustand über die Provinzen Guayas, Manabi und Esmeraldas verhängt, der heute um Mitternacht in Kraft tritt“, so Lasso in einem Video, das er in den sozialen Medien veröffentlichte. „Wir schützen das Leben bei jeder Entscheidung, die wir treffen, in jedem Winkel unseres Landes, bis sich alle Gewalttäter ergeben haben.“ Etwa neuntausend Polizisten und Militärs werden während der sechzig Tage auf den Straßen der Provinzen patrouillieren, während in bestimmten Stadtvierteln von 23:00 Uhr bis 05:00 Uhr morgens (Ortszeit) Ausgangssperren verhängt werden.

Update, 2. Mai

Neuntausend Militär- und Polizeibeamte haben die Kontrolle über die drei Provinzen übernommen. Die Maßnahme ist seit Samstag in den Küstenregionen von Guayas, Manabí und Esmeraldas (letztere an der Grenze zu Kolumbien) in Kraft und beinhaltet eine nächtliche Ausgangssperre für die gewalttätigsten Gebiete in Städten wie Guayaquil. Während des Ausnahmezustands meldete Innenminister Patricio Carrillo den Tod eines Polizisten, der nach Angaben lokaler Medien in der Handelsmetropole Guayaquil erschossen wurde.

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  1. 1
    Jose

    Drogenhandel gab es schon immer. Die Kriminalität steigt weil die Regierung mit ihrer absurden „Covid-Politik“ Massenarbeitslosigkeit und Armut erzeugt hat. Fast zwei Jahre lang der Bevölkerung das Arbeiten verbieten und sich danach über steigende Kriminalität wundern. Absurdistan Ecuador.

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