Konsultativtagung Antarktis: Tourismus, Forschung und Naturschutz

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Wichtige Themen auf der Berliner Agenda sind die Auswirkungen der Klimakrise, die Zunahme touristischer Reisen in die Antarktisregion und die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit im Hinblick auf verstärkte Forschungsaktivitäten (Foto: GobiernodeChile)
Datum: 25. Mai 2022
Uhrzeit: 13:34 Uhr
Ressorts: Chile, Natur & Umwelt
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Autor: Redaktion
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Vom 23. Mai bis 2. Juni 2022 findet in Berlin die 44. Konsultativtagung der Antarktis-Vertragsstaaten (Antarctic Treaty Consultative Meeting, ATCM) unter deutschem Vorsitz statt. Aus Chile nehmen Vertreter des Antarctic Directorate (DIRANTARTICA), des Chilean Antarctic Institute (INACH) und des Hydrographic and Oceanographic Service of the Navy (SHOA) teil. Wichtige Themen auf der Berliner Agenda sind die Auswirkungen der Klimakrise, die Zunahme touristischer Reisen in die Antarktisregion und die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit im Hinblick auf verstärkte Forschungsaktivitäten. Es werden Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern erwartet.

Die Antarktis ist bekanntlich der einzige Kontinent, der weder eine Regierung noch ein Parlament hat. Die stimmberechtigten Vertragsparteien des „Antarktisvertrages“ entscheiden über ihr Gebiet. Der Antarktisvertrag wurde 1959 von Chile signiert, und somit ist Chile einer der zwölf Unterzeichnerstaaten. Seit Inkrafttreten dieses Antarktisvertrags im Jahr 1961 treffen sich Vertreter der teilnehmenden Nationen regelmäßig zum „Antarctic Treaty Consultative Meeting“ (ATCM). Bei dieser aktuellen ATCM 44 vom 23. Mai bis 2. Juni 2022 in Berlin stehen auf der Tagesordnung unter anderem aktuelle Fragen zur Antarktis und der künftigen Entwicklung dieses kältesten Kontinents unseres Planeten.

Chile hat im Jahr 2021 – während der Regierungszeit von Präsident Sebastián Piñera – erstmals ein nationales Instrument mit regionaler Perspektive entworfen, das den oben genannten Antarktisvertrag von 1959 angemessen in die nationale Perspektive einbezieht und internalisiert. Diese nationale Verordnung heißt „Chilenisches Antarktis-Statut“. Das Statut hält rechtliche und administrative Instrumente bereit, um etwa Maßnahmen, welche Chile für die Antarktis trifft, angemessen zu regulieren.

Eines der Ziele dieses Dokuments ist es etwa, die Beiträge der verschiedenen chilenischen Behörden mit Zuständigkeit in der Antarktis zu synchronisieren und zu bündeln, um die „Nationale Antarktispolitik“ koordiniert und langfristig durchführen zu können. Denn die Stakeholder sind zahlreich: Neben dem Außenministerium sind es das Verteidigungsministerium und das neue Wissenschaftsministerium, dazu die Streitkräfte, die Generalstabschefs, das chilenische Antarktis-Institut, der Regionalpräsidentenbeauftragte, die Gouverneursregion Magallanes und die Antarktis von Chile sowie die Universitäten des Rektoratsrates – neben weiteren Akteuren.

Neben der politischen Koordinierung zielt das „Chilenische Antarktis-Statut“ auch auf den Schutz der Umwelt ab. Nun, Chile engagiert sich aufgrund seiner geografischen Nähe in besonderem Maße für den ganzheitlichen Natur- und Umweltschutz in der Antarktis, um sicherzustellen, dass Flora und Fauna dieses einzigartigen Kontinents für zukünftige Generationen erhalten bleiben.

Die Regelungen des chilenischen Antarktis-Statuts von 2021 haben nicht nur eine nationale Perspektive, sondern beziehen auch die regionale Perspektive mit ein. Aus diesem Grund ist es eines der Ziele des chilenischen Antarktis-Statuts, die Aktivitäten in der chilenischen Antarktis zu fördern und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Magallanes-Region und der chilenischen Antarktis zu unterstützen. Ebenso werden dem regionalen Präsidentendelegierten und der Regionalregierung wichtige Funktionen übertragen, was bekräftigt, dass das chilenische Antarktisgebiet Teil dieser Region ist.

Es sei darauf hingewiesen, dass die nationale Antarktispolitik Chiles, auf der das oben genannte Gesetz basiert, eine Laufzeit von 10 Jahren hat.

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