Gentechnisch veränderter Weizen für Australien und den Vereinigten Staaten – Update

weizen

Argentinien, ein wichtiger Weizenexporteur, hat als erstes Land der Welt den Anbau von gentechnisch verändertem Weizen zugelassen (Foto: paodeacucar)
Datum: 24. Juni 2022
Uhrzeit: 07:08 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Das argentinische Unternehmen „Bioceres Crop Solutions“ bemüht sich um die Zulassung seiner transgenen Weizensorte „HB4“ in Australien und den Vereinigten Staaten. Die erklärte laut einem Bericht von „Reuters“ Firmenchef Federico Trucco in einem Interview. „Bioceres“ setzt darauf, dass die Welt ihre Abneigung gegen den Verzehr von gentechnisch verändertem Weizen verliert und das in einer Zeit, in der die Lebensmittelpreise aufgrund des Krieges in der Ukraine Rekordhöhen erreichen und extreme Wetterbedingungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel die Gefahr einer weltweiten Hungersnot erhöhen. Die von „Bioceres“ entwickelte Weizensorte „HB4“ weist eine verbesserte Trockenheitsresistenz auf und ist tolerant gegenüber Glufosinat-Ammonium. Laut Trucco hat die russische Invasion in der Ukraine, einem wichtigen Weizenexporteur weltweit, die Lebensmittelversorgung in den Mittelpunkt der internationalen Agenda gerückt, was im Falle von gentechnisch verändertem Weizen, der in der Vergangenheit von Landwirten und Verbrauchern abgelehnt wurde, hilfreich war. „Dies schafft einen anderen Kontext als vor dem Konflikt und trifft die Weizenfrage auf den Punkt“, so Trucco.

Australien hat im Mai den Verzehr von Lebensmitteln aus Bioceres-Weizen zugelassen, aber bisher hat nur Argentinien den Anbau der gentechnisch veränderten Pflanze genehmigt. Brasilien führt auch Versuche mit dem HB4-Getreide in der trockenen „Cerrado“-Region durch. Andere wichtige internationale Kulturpflanzen wie Mais und Sojabohnen sind zumeist gentechnisch verändert, aber der Widerstand der Verbraucher gegen die Anwendung der Technologie bei Weizen ist geblieben. „Monsanto“ stellte 2004 seine Pläne zur Entwicklung von GV-Weizen in den USA ein.

Update, 27. Juni

„Bioceres“ teilte am Montag mit, dass die US Food and Drug Administration (FDA) die Prüfung seines dürreresistenten gentechnisch veränderten Weizens HB4 positiv abgeschlossen hat. Der HB4-Weizen muss noch vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zugelassen werden. „Die FDA ist zu dem Schluss gekommen, dass sie keine weiteren Fragen zur Sicherheit von HB4-Weizen hat und dass er keine Probleme aufwirft, die eine Überprüfung vor dem Inverkehrbringen oder eine FDA-Zulassung erfordern würden“, so Bioceres in einer Erklärung.

Die FDA, die Environmental Protection Agency (EPA) und die USDA regulieren die meisten gentechnisch veränderten Lebensmittel in den USA. Die FDA prüft die Sicherheit von Lebensmitteln, bevor sie auf den Markt kommen, während das USDA sicherstellt, dass gentechnisch verändertes Saatgut andere Pflanzen nicht schädigt.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2022 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!