Argentinien: Attentat auf Vizepräsidentin Cristina Kirchner

Kirchner

Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner (Foto: Casa Rosada)
Datum: 02. September 2022
Uhrzeit: 05:10 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auf die argentinische Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner ist ein Attentat verübt worden. Der Anschlag ereignete sich, als Kirchner, die auch Präsidentin des argentinischen Senats ist, ihren Anhängern vor ihrem Haus im Stadtteil Recoleta (Buenos Aires) zuwinkte. Das Motiv für den Angriff ist unbekannt. Ein Mann wurde verhaftet, der eine Waffe vom Kaliber 38 auf Kirchner gerichtet hatte. Die Schußwaffe war mit fünf Kugeln geladen, hatte aber offensichtlich Ladehemmung und Kirchner wurde nicht verletzt. Nach Angaben von Innenminister Aníbal Fernández, handelt es sich bei dem Mann um den 35-jährigen Brasilianer Fernando Andrés Sabag Montiel.

Laut dem Journalisten Ariel Palacios von „GloboNews“ zirkulierte der Brasilianer in einer Gruppe von militanten Kirchneristen, die sich seit letzter Woche vor dem Gebäude versammelt hatten, in dem die Vizepräsident wohnt. Kirchner, die sich mitten in einem Korruptionsverfahren befindet, hat ein Sicherheitsteam von einhundert Bundespolizisten, laut Palacios das größte Sicherheitsteam in der Geschichte Argentiniens. In einer live im Fernsehen übertragenen Erklärung hat der Präsident des Landes, Alberto Fernandez, für Freitag (2) einen Feiertag angeordnet. „Es gibt keine Möglichkeit, dass Gewalt und Demokratie koexistieren“, so der argentinische Staatschef. „Cristina bleibt am Leben, weil die Pistole mit den fünf Kugeln aus einem noch unbekannten Grund nicht abgefeuert werden konnte, fügte er hinzu. Der argentinische Fußballverband hat die für Freitag angesetzten Fußballspiele ausgesetzt.

Fernando Andrés Sabag Montiel (35) wurde in Sao Paulo geboren, ist aber nicht der Sohn von Brasilianern und zog 1993 nach Argentinien. Aus Unterlagen geht hervor, dass er als App-Fahrer registriert ist und ein Auto auf seinen Namen hat. Er hat ein Vorstrafenregister und wurde 2021 von der argentinischen Justiz verwarnt, weil er eine illegale Waffe in seiner Wohnung im Stadtteil La Paternal in Buenos Aires mit sich führte. Damals behauptete er, die Waffe diene seiner persönlichen Verteidigung.

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