Argentinien: Nationaler Blockchain-Ausschuss gegründet

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Laut den Daten von "CoinATMRadar" gibt es derzeit 38.854 Kryptowährungs-Geldautomaten auf der Welt (Foto: Bitso)
Datum: 08. Dezember 2022
Uhrzeit: 19:47 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die argentinische Regierung hat am Mittwoch (7.) die Gründung des Nationalen Blockchain-Ausschusses bekannt gegeben. Das neue Gremium soll die Einführung von Blockchains innerhalb des Staates organisieren. Der Ausschuss ist dem Sekretariat für öffentliche Innovation unterstellt und wird von Micaela Sánchez Malcolm, der Leiterin dieses Sekretariats, geleitet. In der offiziellen Mitteilung über die Gründung der Einrichtung heißt es, dass sich „verteilte Registertechnologien als technologische Alternative zur Förderung der Transparenz öffentlicher Prozesse und der Öffnung von Informationen für die Bürger positioniert haben, wobei Blockchain-Technologien eine der am weitesten verbreiteten Arten dieser Technologien sind“. Außerdem heißt es, dass „diese Technologie als ein bahnbrechendes Instrument zur Optimierung der Prozesse, Strategien und Dienstleistungen des nationalen öffentlichen Sektors verstanden werden kann“. Das System würde es ermöglichen, „die Prozesse des öffentlichen Sektors zu optimieren und die Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Effizienz der für die Bürger erbrachten Dienstleistungen durch die Registrierung von Transaktionen mit einem höheren Sicherheitsniveau zu verbessern“, heißt es im Amtsblatt.

Die Einrichtung dieses Gremiums scheint Teil einer stärkeren Regulierung des argentinischen Staates gegenüber Bitcoin, Kryptowährungen und den damit verbundenen Technologien zu sein, wie sie von den Vorschriften der Financial Action Task Force (FATF) gefordert wird. Dieses Gremium wird Argentinien im nächsten Jahr bewerten, weshalb die Regierung bestimmte Maßnahmen ergriffen hat, um sich an ihre Vorschriften anzupassen, wie zum Beispiel die Regulierung von Kryptowährungsbörsen durch die Nationale Wertpapierkommission. In dem im Amtsblatt zitierten Anhang werden zwei Anwendungen von Blockchains im staatlichen Bereich hervorgehoben. Zum einen wird die Anwendung für die Prüfung und den Zugang zu Informationen und zum anderen für die Identitätszertifizierung hervorgehoben.

Die erste Verwendung, so heißt es weiter, „ist diejenige, die die größte Entwicklung aufweist“. Denn die Komplexität der staatlichen Strukturen hat „die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der bürokratischen Prozesse“ erschwert. Der Einsatz einer Blockchain, so das Papier, würde den Bürgern einen flexibleren und transparenteren Zugang zu Prozessen wie Ausschreibungen, Käufen, Subventionen, Zertifizierungen oder Vergaben ermöglichen, und das sogar in Echtzeit. Der zweite Verwendungszweck – so das Amtsblatt – würde dazu beitragen, Fälschungen und Betrug bei vom Staat ausgestellten Dokumenten zu verhindern. Es sollte klargestellt werden, dass dies nicht unbedingt stimmt, da die Verwendung einer Blockchain nicht garantiert, dass die darin enthaltenen Informationen echt sind.

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