Historischer Exodus aus Kuba: Nationalpark in Florida geschlossen

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Die US-Küstenwache hat berichtet, dass sie im Steuerjahr 2022, das am 20. September endete, 6.182 Kubaner auf See abgefangen hat, plus fast 3.000 weitere von da an bis zum 10. Dezember (Foto: Guardia Costera de EE UU)
Datum: 03. Januar 2023
Uhrzeit: 07:29 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der U.S. National Park Service hat den Dry Tortugas National Park vor den Florida Keys ab Montag (2.) für mehrere Tage geschlossen. In den letzten Tagen waren Hunderte Flüchtlinge auf den Inseln angekommen und hatten die Rettungskräfte überfordert. „Wie anderswo auf den Florida Keys hat der Park in letzter Zeit eine Zunahme von Menschen erlebt, die mit Booten aus Kuba ankamen und auf den Inseln des Dry Tortugas National Park landeten“, so der Park Service in einer Erklärung, in der er die Schließung der Öffentlichkeit ankündigte. Kuba erlebt derzeit einen historischen Exodus von Menschen, die aus dem kommunistisch regierten Inselstaat fliehen, da die wirtschaftliche Lage sehr angespannt ist. Während die meisten von ihnen auf dem Landweg über Mittelamerika und Mexiko in die Vereinigten Staaten fliehen, durchqueren andere das Karibische Meer in behelfsmäßigen Booten. Die Mitarbeiter des Parks versorgten die Menschen mit Lebensmitteln, Wasser und medizinischer Grundversorgung, bis Beamte des US-Ministeriums für Heimatschutz die Hilfsmaßnahmen übernehmen konnten, hieß es in der Erklärung.

Der Park Service wies darauf mit, dass die Schließung mehrere Tage dauern wird. In der Zwischenzeit wurde der Betrieb von Fähren und Wasserflugzeugen, die Touristen zu den Inseln bringen, eingestellt. Der Park ist Teil eines kleinen Archipels etwa 70 Meilen (110 km) westlich von Key West, das wiederum etwa 90 Meilen nördlich des nächstgelegenen Teils von Kuba liegt. Auf der Hauptinsel, die von dem sechseckigen Fort Jefferson, einer stillgelegten Militärfestung aus Backstein, dominiert wird, gibt es keine Hotels und nur einen kleinen Campingplatz. Die Touristen müssen sich selbst um Wasser und Lebensmittel kümmern, wenn sie die Insel besuchen. Die US-Küstenwache hat berichtet, dass sie im Steuerjahr 2022, das am 20. September endete, 6.182 Kubaner auf See abgefangen hat, plus fast 3.000 weitere von da an bis zum 10. Dezember. Eine Rekordzahl von 220.000 Kubanern wurde im Steuerjahr 2022 an der Grenze zwischen den USA und Mexiko aufgegriffen.

Auch haitianische Flüchtlinge haben sich auf das Meer begeben. Am Montag meldete die Polizei auf den Turks- und Caicosinseln, dass sie ein Schiff mit 128 Personen an Bord abgefangen habe, bei denen es sich vermutlich um haitianische Staatsangehörige handelte. Sie wurden den Einwanderungsbehörden übergeben, so die Polizei.

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