Militante der PSUV behindern Wahlen in Venezuela

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Datum: 12. Februar 2012
Uhrzeit: 15:54 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Potenzielle Wähler eingeschüchtert

Bei den am Sonntag (11.) stattfindenden Vorwahlen des Oppositionsbündnisses MUD ist es zu Verzögerungen und Behinderungen gekommen. Die Bevölkerung des südamerikanischen Staates ist aufgerufen, erstmals in einer Vorwahl darüber bestimmen, welcher Kandidat bei der Präsidentschaftswahl im Oktober gegen den linksnationalistischen Präsidenten Hugo Chávez antreten soll.

Laut Nikarely Mappari, Parlamentsabgeordnete im Bundesstaat Zulia, postierten sich mehrere militante Anhänger der regierenden sozialistischen Einheitspartei von Venezuela (PSUV) mit Kameras vor verschiedenen Wahllokalen und versuchten das Wahlvolk einzuschüchtern. Nach ihren Worten zogen sich viele potenzielle Wähler aus Angst vor Repressionen zurück.

Pedro Nikken, Ex-Präsident des interamerikanischen Menschengerichtshofes und emeritierter Rechtsprofessor in Venezuela, hatte in einem Interview bekannt gegeben, dass die öffentlich Bediensteten vor ihrem Recht zur Stimmabgabe gewarnt wurden. Nach seinen Worten werden diese bei einem Urnengang automatisch aus der Partei ausgestoßen. Ebenfalls soll Präsident Chávez eine “Art von Verbot” ausgesprochen habe. Auf nähere Einzelheiten wollte Nikken aus bestimmten Gründen nicht eingehen.

Aus mehreren Regionen des Landes werden Stromausfälle gemeldet, welche den Beginn der Wahlen erheblich verzögerten. Der laut Umfragen als Favorit geltende Gouverneur des zentral gelegenen Küstenstaates Miranda, Henrique Capriles Radonski, rief die Menschen zur Ruhe und Besonnenheit auf. Der Politiker der rechtsliberalen Partei Primero Justicia sprach von einem „historischen Sonntag“, welcher das Land näher zur Demokratie, Entwicklung und Freiheit führen kann.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Martin Bauer

    „postierten sich mehrere militante Anhänger der regierenden sozialistischen Einheitspartei von Venezuela (PSUV) mit Kameras vor verschiedenen Wahllokalen und versuchten das Wahlvolk einzuschüchtern. Nach ihren Worten zogen sich viele potenzielle Wähler aus Angst vor Repressionen zurück.“
    Tut mir leid, aber da fehlt den Leuten was im Kopf und in der Hose. Warum fotografiert man nicht die roten Verbrecher und veröffentlicht ihre Bilder im Internet?. Hab ich selber ja auch schon gemacht.

  2. 2
    patriot

    Martin, weil venezolaner kleine schisser sind und sich schon beim kleinsten Korkenknall die hosen wechseln müssen… taugen nix, alle beiden seiten! deswegen dürfen wir auch 2013 – 2014- 2015 -2016 noch mit einer Inflation von 30-40% jährlich rechnen…wers braucht…

  3. 3
    Der Bettler

    Capriles Radonski hat die Wahl mit Abstand gewonnen. Vor dem hat Hugo
    den meisten Schiss.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Ja, das hat er sehr viel klarer, als ich erwartet hatte. Und das Tollste daran ist, dass unerwartet viel Chavista und PSUV Mitglieder zur Wahl gegangen sind, allen Drohungen und Repressalien ihres übergeschnappten Dienstherren zum Trotz.

      Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, war Radonski mein Wunschkandidat, wenn auch unter Vorbehalt. Leider steht hinter ihm auch die Garde der reaktionären Dinosaurier, die in ihrer Dummheit Chávez einst an die Macht gehoben haben. Ich hoffe sehr, dass, falls Radonski Präsident wird, der Schwenk nach rechts nicht zu weit geht.

      Eines aber ist nun eine unumstössliche Tatsache: Auf legalem Weg kann Chávez über den kommenden Oktober hinaus unmöglich Präsident bleiben, nur durch noch massiveren Betrug als jemals zuvor, oder durch erneuten Putsch mit militärischer Gewalt. Die überwältigende Mehrheit der Venezolaner steht gegen ihn.

  4. 4
    Ramon

    „weil venezolaner kleine schisser sind und sich schon beim kleinsten Korkenknall die hosen wechseln müssen“

    Die Deutche haben aber gezeigt, dass sie von einen andren Kaliber sind. Die hatten keinen Schiss und deswegen haben sie Hittler gefolgt. Ihr seid immer noch eine Bande rassisten.

    • 4.1
      Martin Bauer

      Schön dass Sie Chávez und Hitler auf eine stufe stellen, denn tatsächlich haben die beiden viele Gemeinsamkeiten.

      Die breite Masse besteht überall aus Schwanzeinziehern und Rückversicherern. Ebenso gibt es überall Menschen, die Mut beweisen. So haben eine grosse Anzahl von Deutschen ihren Widerstand gegen Hitler mit dem Leben bezahlt. Die genannten Zahlen schwanken zwischen 40.000 und 70.000. Und auch der Aufstand gegen die roten Henkersknechte Moskaus am 17. Juni 1953, der nur durch Einsatz russischer Panzer niedergeschlagen werden konnte, zeugt nicht gerade von Feigheit, ebenso wenig wie der Widerstand der Venezolaner gegen Chávez in 2002, auf den er mit mehreren Massakern an der Zivilbevölkerung antwortete.

  5. 5
    Der Bettler

    Ramon,wer hier deutsch schreibt,muß noch lange kein Deutscher sein!!!!
    (Österreicher,Schweizer und Holländer)Außerdem hoffe ich daß es Deinen
    Horizont nicht überfordert,wenn auch andere Nationalitäten ein gutes Deutsch sprechen und schreiben.Ergo beleidigst Du nicht nur Deutsche
    mit (Bande Rassisten) Ich glaube Du hast schon die Fäkalsprache von
    Hugo angenommen.

  6. 6
    Ramon

    Das Problem ist es, dass in diesem Forum immer wieder die venezolaner verunglimpft werden als dumm, feige oder andere schöne Bezeichnungen.

    • 6.1
      Linus Bracher

      Das ist kein Problem. Es ist Tatsache, dass ein Großteil der Bürger schlicht und einfach saudumm sind. Das ist mein Fazit nach 25 Jahren in Venezuela. Und irgendwie scheint es, dass sich die Blödheit seit Chavez ausbreitet.

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