Bolivien: Regierung erklärt den nationalen Notstand

Datum: 22. Februar 2012
Uhrzeit: 14:57 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Bisher neun Todesopfer

Hochwasser und Überschwemmungen haben in Bolivien bisher neun Menschen das Leben gekostet, mehr als 9.000 Familien sind von den Folgen der heftigen Niederschläge betroffen. Präsident Evo Morales hat am Mittwoch (22.) über die betroffenen Gebiete den nationalen Notstand verhängt, der bereits am Vortag durch das Parlament genehmigt wurde. Die Maßnahme erlaubt der nationalen Exekutive einen schnelleren Zugang zu öffentlichen Mitteln, wodurch auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Opfer direkt reagiert werden kann.

Nach Angaben der Behörden besteht die kritischste Situation im nördlichen Amazonas-Departamento Pando, wo bereits sechs Bezirke der Hauptstadt Cobija überflutet sind. Tausende Familien sind von den Überschwemmungen betroffen und wurden in Zelten und Notunterkünften an der Grenze zu Brasilien evakuiert. Die Fluten befinden sich nur noch ein paar Blocks von der Innenstadt entfernt, bisher gibt es keine Todesopfer zu beklagen. Die Regierung schickte 160 Tonnen humanitäre Hilfe für die Betroffenen in die Region.

Der Nationale Dienst für Meteorologie und Hydrologie berichtete, dass in mehreren Gebieten der Anden-Region die durchschnittliche Niederschlagsmenge für Februar aufgrund des Wetterphänomens La Nina in diesem Jahr deutlich intensiver ausfiel. Aufgrund des Klimawandels betragen die kumulierten Verluste in der Landwirtschaft (letzte fünf Jahre) mehr als 825 Millionen US-Dollar.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!