Ecuador: Correa verbietet seinen Ministern Interviews

correa

Datum: 16. Juni 2012
Uhrzeit: 16:54 Uhr
Leserecho: 14 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Pressefreiheit weiter eingeschränkt

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa hat am Samstag (16.) sein Verbot bekräftigt, welches Ministern seiner Regierung Interviews mit privaten Medien verbietet. Correa, bekannt für seine Probleme mit den unabhängigen Medien, wirft verschiedenen Kommunikationsorganen Lüge und Beeinflussung vor. Anlässlich seines Besuches in Peru (März 2012) hatte das linksgerichtete Staatsoberhaupt die Bürger Lateinamerikas zu einem Aufstand gegen die Diktatur der Medien aufgerufen. “In Lateinamerika gibt es eine Diktatur der Medien und es ist Zeit für eine Revolte gegen diesen Missbrauch”, so der Präsident während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem peruanischen Präsidenten Ollanta Humala in der Stadt Chiclayo (Norden).

„Basierend auf einer sehr tiefen Reflexion haben wir uns entschlossen, diese Entscheidung des Intervieverbotes zu ratifizieren: Unsere Minister und hochrangige Beamte der Zentralregierung geben keine Interviews“, so Correa in seiner wöchentlichen Fernsehsendung. „Von dieser Maßnahme sind die merkantilistischen nationalen Medien betroffen. Zu ihnen gehören El Universo, El Comercio, La Hora, Expreso, Hoy und die Fernsehsender Ecuavisa und Teleamazonas. Dieses Verbot wird solange gelten, bis diese Unternehmen ihre Einstellung geändert haben“.

Pressefreiheit bezeichnet das Recht von Rundfunk, Presse und anderen (etwa Online-Medien) auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen. Die Pressefreiheit soll die freie Meinungsbildung gewährleisten. Während die Pressefreiheit in den westlichen Staaten einen relativ hohen Stellenwert genießt und weitgehend gewährleistet ist, ist Pressefreiheit in vielen Ländern Lateinamerikas, unter anderem Kuba, Venezuela, Bolivien und Nicaragua, deutlich eingeschränkt.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    peterweber

    Ein kleiner aufgeblasener Wixer der aus dem Schatten vom grossen Hugo treten möchte! Bleib bei deinem Leisten, das Problem liegt nicht in den Medien sonder in deiner Scheisspolitik, die das Volk in Ecuador schon lange satt hat…………. träum weiter mit hugo…… an die unendliche genesung!

    • 1.1
      Steffen

      „…das Problem liegt nicht in den Medien sonder in deiner Scheisspolitik, die das Volk in Ecuador schon lange satt hat…“

      „Laut einer am Donnerstag (14.) von der Zeitung El Telégrafo veröffentlichten Umfrage sind 81,5% der Bürger/innen Ecuadors mit der Regierung von Präsident Rafael Correa einverstanden.“

      Quelle: „latina-press

  2. 2
    Steffen

    1965 schrieb der Publizist Paul Sethe den vielzitierten Satz: „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Und weiter: „Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“ Dem ist auch heute kaum etwas hinzuzufügen, höchstens dass die Zahl 200 vermutlich halbiert werden darf.

    • 2.1
      peterweber

      Ich weis nicht welche 81,5% der ecuadorianischen Bevölkerung mit Correa einverstanden sein sollen? Wenn ein Regierungschef seinen eigenen sehr hoch angesehenen Ministern den eigenen Munde verbieten muss, kann es ja mit seinem Regierungsstil nicht all zu weit her sein. Ein kleiner Wixer der sich angeblich entführen lies und sich das Hemd vom Leiber riss um ein wenig Schlagzeilen zu machen……. sowas kommt doch nur in Märchen vor………… Rotkäppchen lässt grüssen

    • 2.2
      Martin Bauer

      Da ihre Meinung hier unzensiert erscheint, gehören wohl auch Sie zu den 200 Reichen…? Ach nee, heute sind es ja nur noch die Hälfte!

      Sicher sind Sie Multimilliardär, und wir alle kennen Ihre Biographie aus Forbes! Hut ab, ihre Tarnung als kleiner, verblödeter Sozi war bisher recht überzeugend.

  3. 3
    Der Bettler

    Aber hallo,peterweber hat Wort für Wort recht.Wenn ihm Chavez nicht den ganzen Wahlkampf finanziert hätte,wäre er heute noch so ein kleiner Wi…..
    den kein Aas kennt.Nun muß er natürlich nach den Vorgaben seines
    Mentors regieren.Warum sollen wir als Normalis von der Presse abhängig
    werden?Was wird gefährlich,wenn ich eine Zeitung lese,oder Nachrichten
    schaue?Manchmal blicke ich nicht durch was Du da so zusammen schreibst.Ich glaube Du bist da aufgewachsen,wo es nie Presse und Meinungsfreiheit gab,darum ist es für Dich normal,den Mund zu halten und
    bestimmte Namen nur mehr mit vorgehaltener Hand auszusprechen.Du glaubst auch alles,was in den Regierungsblättern steht,oder? 81.5 % da
    lachen ja die Hühner.Aus diesem Grund wollten sie ihn ja vor 2 Jahren absägen,weil er so beliebt ist.Mußt mal mehr über Ecuador lesen,dann weißt Du,was Correa für ein Spinner ist.

  4. 4
    Boris

    Das war ja klar, Pressefreiheit gibt es jetzt nicht mehr in den ALBA-Staaten. Das war früher anderes – natürlich für die Kapitalisten. Ja, der herrschenden Klasse gefällt es nicht, dass die an Einfluss verliert, den kann sie nur durch Lügen und Desinformation aufrechterhalten. Wenn diesen Menschen noch der Marxismus erklärt wird, dann kennen sie auch die Lösung ihrer Probleme. Denn die Kapitalisten haben sicher keine Probleme mit der Armut der Menschen!

    • 4.1
      Harald

      Sinnlos. Einem Vollidioten kann man auch nicht das Einmaleins beibringen.

      • 4.1.1
        Boris

        Und welches Duplikat sind Sie?

        Und welche Argumente haben Sie?

        Und, ist Ihre Lehre nicht auch eurozentristisch?

        Was machen Sie dann in diesem Block?

        Es war doch vorauszusehen, dass die ALBA-Staaten, weil sie linke Staaten sind, plötzlich unter „Pressefreiheit“ leiden. Das war vor 5 Jahren schon mal so ein Statement von Blogern…

        Der Kapitalismus hat in LA abgewirtschfatet, nicht der Sozialismus.

      • 4.1.2
        Martin Bauer

        Der Schwachsinn in den Kommentaren von Boris und Genossen ist kaum noch zu überbieten. Und das alles nur, um mörderischen Diktatoren zu Munde zu reden.Einafch ekelhaft!

    • 4.2
      Linus Bracher

      Da Sie es ja immer so mit Statistiken haben.

      http://www.reporter-ohne-grenzen.de/ranglisten/rangliste-2011/

      Komisch, dass die eh kaputten Staaten wie Venezuela, Bolivien etc. die hintersten Plätze in LA belegen. In diesem Sinne: Setzen, sechs.

      Und bevor Sie wieder anfangen sich herauszuwinden: Ich werde Ihr sinnloses Geschwafel nicht kommentieren.

      • 4.2.1
        Boris

        Bolivien hat das höchste (2.höchste) Wirtschaftswachstum in LA. Und: Wo sind ihre Argumente?

  5. 5
    Linus Bracher

    Wie so oft bei Ihren Genossen zu beobachten: Thema verfehlt. Es geht hier um ein Verbot von Interviews. In diesem Sinne: Setzen, sechs.

    • 5.1
      Vinicius Love

      Ich Fachkreisen auch Rinderwahnsinn genannt.

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