Kommunalwahlen in Venezuela: „Stimmt nicht für einen lebenden Toten“

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Tausende begeisterte Anhänger beim "Saisonfinale" in Maracaibo (Foto: Capriles)
Datum: 06. Dezember 2013
Uhrzeit: 07:19 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mit einer Massenkundgebung in den Straßen von Maracaibo (Hafenstadt am Lago de Maracaibo im venezolanischen Bundesstaat Zulia) hat Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski seine Kampagne zu den Kommunalwahlen am 8. Dezember abgeschlossen. Vor Tausenden begeisterten Anhängern forderte er die Bevölkerung erneut dazu auf, zahlreich an den Wahlurnen zu erscheinen. „Nur so können wir die Herrschaft dieses illegitimen Regimes beenden“, so der Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

„Am Sonntag werden wir ihnen eine Lektion erteilen. Niemand spielt mit dem Volk und Maracaibo wird dem illegitimen Regime einen unzweifelhaften Beweis dafür geben. Alle, die bereits am 14. April für mich gestimmt haben, müssen zu den Urnen gehen. Ich bitte Euch darum. Sie zerstören unser Venezuela und wir müssen uns organisieren“, so Capriles.

Der 41-jährige Nachfahre polnisch-russisch aschkenasischer Juden, die sich vor dem Holocaust nach Venezuela retten konnten, bedauerte der Tod von Nelson Mandela. Er forderte die Jugendlichen dazu auf, sich ein Beispiel am Kampf des afrikanischen Freiheitsheldes zu nehmen. „Mandela war eine Inspiration für viele und für mich im Besonderen. Heute gibt es in unserem Land eine schreckliche Teilung und Mandela war ein Beispiel des Kampfes gegen die weltweite Unterdrückung der Schwarzen“, erinnerte der Oppositionsführer.

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Capriles bekräftigte, dass die Wahl am 8. Dezember sehr wichtig ist. „Es ist der einzige Weg für die Venezolaner, gegen ein Regime zu kämpfen, das unser Land zerstört. Am Sonntag stimmen wir für den Fortschritt. Eine Stimme für Maduro ist eine Stimme für die Zerstörung von Venezuela, Zulia und San Francisco. Jetzt ist es genug. Die Zeit einer von der Mafia geführten Regierung ist zu Ende. Wir wollen eine Regierung, die durch das Volk geführt wird“, bekräftigte Capriles.

Er ging auch auf den vom Miraflores inszenierten Totenkult ein. „Stimmt nicht für einen lebenden Toten. Dieses Land wird sich nach vorne bewegen, denn in der Einheit liegt die Stärke. Der Chávez-Zyklus ist beendet und Sie haben es in der Hand, einen neuen Zyklus zu öffnen. Habt keine Angst und lasst Euch von diesem korrupten Regime nicht einschüchtern. Lasst uns für den Fortschritt und die Zukunft stimmen“, schloss der Führer des Oppositionsbündnisses Mesa de la Unidad Democrática (MUD).

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  1. 1
    Marvin Scott

    Hoffe, solche Worte reichen, um dem Volk wirklich die Augen zu öffnen.

  2. 2
    thor

    er hätte gedeckte Schecks verschenken sollen, das hilft hier immer…

  3. 3
    babunda

    die regierung verteilt ja immer eßwaren im plastikbeutel.

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