Brasilien: Nationalparks verzeichnen 5,7 Millionen Besucher

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Die "Cataratas do Iguaçu" sind die Wasserfälle des Flusses Iguaçu/Iguazú an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones (Foto: latinapress/IAP/Dietmar Lang)
Datum: 17. Januar 2014
Uhrzeit: 17:23 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im vergangenen Jahr haben 5,7 Millionen Besucher die Nationalparks im südamerikanischen Land Brasilien aufgesucht. Laut aktuellen Daten des „Instituto Chico Mendes“ zum Schutz biologischer Vielfalt (ICMBio) ist dies eine Steigerung von 320.000 Besuchern zum Vergleichszeitraum des Vorjahres und gleichzeitig ein Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen.

Im größten Land Lateinamerikas gibt es 69 Nationalparks (Parques Nacionais), aber nur 33 sind für die Besucher zugänglich. Weitere Schutzgebiete in den Bundesstaaten (Parques Estaduais) und auf Verwaltungsbezirksebene wurden wegen ihrer ökologischen, wissenschaftlichen, touristischen und erzieherischen Bedeutung unter Schutz gestellt.

Mehr als die Hälfte der Besucher (2.899.972) haben im vergangenen Jahr den Nationalpark Tijuca besucht. Der „Parque Nacional da Tijuca“ befindet sich im Stadtgebiet von Rio de Janeiro und umfasst 39,72 Quadratkilometer (Ur-)Waldgebiet der „Floresta da Tijuca“. Die Verantwortlichen führen die Attraktivität des Parks bei den Besuchern vor allem auf den 710 Meter hohen Corcovado zurück, auf dem das Wahrzeichen der Stadt, die Christus-Statue Cristo Redentor, steht.

Laut Ernesto Viveiros de Castro, Leiter des Tijuca-Nationalparks, hat auch der Papstbesuch in Rio zum starken Anstieg von Besuchern beigetragen. Am Weltjugendtag weilten über 350.000 Touristen in der Stadt am Zuckerhut und nutzten ihren Aufenthalt ebenfalls zu einer Besichtigungstour des Parks. Dies hat den Behörden allerdings auch die negativen Seiten vor Augen geführt, da erste Anzeichen einer Sättigung zu sehen sind. An den Eingangstoren des Naturreservats bildeten sich Warteschlangen von bis zu fünf Stunden, Rettungstrupps mussten mehrfach ausrücken und auf den Wanderpfaden verunfallte Touristen retten.

Über 1,5 Millionen Besucher wurden im 1.700 Quadratkilometer großen Iguaçu-Nationalpark (Bundesstaat Paraná) gezählt. Damit lag die Besucherzahl leicht unter der des Vorjahres. Die Behörden machen dafür die Wirtschaftskrise im Ausland und eine verminderte Anzahl von „langen Ferien“ in Brasilien verantwortlich. Die Iguazú-Wasserfälle (Cataratas do Iguaçu) sind die größte Attraktion des Parks.

Die zwei Nationalparks beiderseits der Wasserfälle wurden 1984 (Nationalpark Iguazú, Argentinien) und 1986 (Nationalpark Iguaçu, Brasilien) in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Sie schützen einen der letzten Reste Atlantischen Regenwaldes und stellen aufgrund des Fremdenverkehrs einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Hier leben allein etwa 800 verschiedene Schmetterlingsarten.

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