“Mais Médicos” für Brasilien: Weitere Ärzte aus Kuba setzen sich ab

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Kubanische Mediziner nutzen ihren Aufenthalt in Brasilien zur Flucht (Foto: GoV)
Datum: 11. Februar 2014
Uhrzeit: 21:21 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das brasilianische Gesundheitsministerium am hat Dienstagabend (11.) Ortszeit bestätigt, dass sich drei weitere Ärzte aus Kuba von ihrer Arbeitsstelle abgesetzt haben. Laut dem Ministerium ist der derzeitige Aufenthaltsort der Mediziner nicht bekannt. In den letzten Tagen hatte bereits die 51-jährige Ramona Rodríguez einen Asylantrag in der Hauptstadt Brasilia abgegeben, der Mediziner Ortelio Jaime Guerra sucht Asyl in den USA.

Brasiliens Ärzte-Programm “Mais Médicos” soll die Gesundheitsversorgung in den Randgebieten des größten Landes in Lateinamerika mithilfe ausländischer Ärzte sicherstellen. Derzeit befinden sich bereits 6.658 ausländische Fachkräfte in Brasilien, 5.378 (80,78%) kommen aus Kuba. Bisher haben fünf Ärzte ihre Einsatzorte in São Paulo, Pará, Pernambuco, Bahia und Maranhão verlassen. Weitere 22 haben das Programm offiziell verlassen – unter Berufung auf gesundheitliche oder persönliche Probleme und sind bereits nach Kuba zurückgekehrt.

Nach Schätzungen der Vereinigung Solidarität ohne Grenzen “Solidaridad sin Frontera” (Miami) sind in den letzten zehn Jahren etwa 5.000 kubanische Ärzte, Krankenschwestern und Therapeuten, hauptsächlich nach Florida übergelaufen. Die Organisation erhält nach eigenen Angaben jede Woche sieben oder acht Anrufe von kubanischen Ärzten, die sich während ihres Einsatzes bei internationalen Missionen absetzen wollen. Demnach kommen mehr als 90% der Anrufe aus Venezuela, der Rest aus Nicaragua und Bolivien.

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