Lateinamerika: Als Freiwilliger in Nicaragua

nicaragua

Menschen leben teilweise unter spartanischen Verhältnissen (Foto: Konstantin Kühn)
Datum: 14. Februar 2014
Uhrzeit: 16:23 Uhr
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Autor: Redaktion
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Nach dem Abitur die Welt entdecken, Erfahrungen sammeln, andere Kulturen kennenlernen, etwas Hilfreiches für andere tun und das am besten mit der Verbesserung meiner Spanischkenntnissen – all das waren Beweggründe für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Nicaragua. Zuvor hatte ich mich mit Unterstützung von „VoluNation“ über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes im Ausland informiert.

Familie, Freunde und das Heimatland, in dem man 20 Jahre gelebt hat, hinter sich zu lassen, das fällt doch nicht so leicht, wenn der Abschied naht. Doch das realisiert man letzten Endes erst, wenn man aus dem klimatisierten Flughafen von Managua tritt, gegen eine Hitzewand prallt und einem alles aufgrund einer totalen Reizüberflutung durch die vielen verschiedenen Eindrücke fremd vorkommt. Mein Arbeitsplatz ist das Museo Ecologico Tropico Seco in Diriamba. Im Ökologischen Museum des Trockenen Regenwaldes wurde ich freundlich von meiner Chefin begrüßt und in meine Arbeit eingewiesen. Meine Gastfamilie erwies sich auch als fürsorglich und liebevoll. So wurde ich also bestens in Diriamba aufgenommen.

Umweltarbeit mit Schulkassen

Das Museum beschäftigt sich hauptsächlich damit, den Besuchern und vor allem Schülern die Natur, Flora und Fauna der Pazifikküste Nicaraguas, vor allem des Trockenen Regenwaldes, nahezubringen. Es sind Exponate von Tieren ausgestellt und an den Wänden befinden sich bunte Beschreibungen, wie zum Beispiel zu den natürlichen Zyklen von Wasser und Klima oder der Vulkankette, die sich durch ganz Nicaragua zieht.

Zunächst begann ich damit, Tierbeschreibungen und Fotos aus dem Internet zu sammeln (selbstverständlich auf Spanisch), um dann ein Tieralbum zu erstellen. Die Texte werde ich auch noch ins Englische übersetzen. Eine weitere Hauptaufgabe im Museum ist es, den Besuchern zu verdeutlichen, wie wichtig der Umweltschutz in Nicaragua ist. Denn hier ist es nicht selbstverständlich, seinen Müll in die Tonne zu werfen, geschweige denn organischen von anorganischem Abfall zu trennen.

Eine besondere Aufgabe, auf die ich mich immer freue, ist es, wenn Schulklassen das Museum besuchen und ich ihnen Vorträge über Umweltschutz und Recycling halten darf. Die Schüler erweisen sich hierbei meistens als sehr aufgeweckt, interessiert und geben kluge Antworten auf meine Fragen. Daran erkennt man, dass man die Dinge bloß beim Namen nennen muss und schon bewegt sich etwas in den Köpfen der Menschen. Mittlerweile habe ich schon eine Präsentation über den Klimawandel vorbereitet, dich ich dann im neuen Jahr vorführen werde. Ich bin schon gespannt auf das Feedback meiner Zuhörer.

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