Krise in Venezuela: Brasilien stimmt Entsendung einer OAS-Beobachtermission nicht zu

venezuela

Proteste gegen die Regierung halten an (Foto: Twitter)
Datum: 08. März 2014
Uhrzeit: 06:02 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Brasilien wird dem Entsenden von Beobachtern der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zur Analyse der Situation in Venezuela nicht zustimmen. Dies ergab die Abstimmung einer außerordentlichen Sitzung der Organisation am Freitag in Washington (7.) Nach Angaben des brasilianischen Außenministeriums „wäre eine Beobachtermission der OAS zu diesem Zeitpunkt unangebracht und könnte die Spannungen vor Ort verschärfen“.

Panama hatte die Sondersitzung der OAS gefordert um die aktuelle Situation in Venezuela zu diskutieren. Eine beträchtliche Anzahl von Nationen betrachtete es allerdings zu verfrüht, ein politisches Statement abzugeben. Bei der Abstimmung zur Entsendung einer Beobachtermission stimmten 29 der Mitgliedsstaaten dagegen, Panama, die USA und Kanada dafür. Eine unterzeichnete Resolution drückt die „Anerkennung, volle Unterstützung und Ermutigung für die Initiativen und Bemühungen der demokratisch gewählten Regierung von Venezuela aus. Sie betont auch die „starke Ablehnung aller Formen von Gewalt und Intoleranz“ und „fordert alle Sektoren zum Frieden, Ruhe und Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, einschließlich der Rechte auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung, Bewegung, Gesundheit und Bildung“.

Nächste Woche werden die Außenminister der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) über die Krise in Venezuela diskutieren. Das Treffen findet während der Amtseinführung von Präsident Michelle Bachelet in Chile statt. Venezuelas Präsident Maduro hatte zunächst ein Treffen aus Präsidenten-Ebene gefordert, dies wird nicht stattfinden. Außerordentliche Sitzungen des Rates der Staats-und Regierungschefs der UNASUR können nur mit der einstimmigen Zustimmung der 12 Mitgliedsstaaten einberufen werden. Anonyme Quellen in Brasília berichten, dass dies nicht der Fall war und deshalb ein Treffen „nur“ auf Außenminister-Ebene stattfinden wird.

Meldungen linker Amateurblogger, dass die UNASUR über die rechte Gewalt in Venezuela diskutiert, sind irreführend und stehen den bewussten Falschmeldungen des linksgerichteten Regimes in nichts nach. Dadurch soll der falsche Eindruck erweckt werden, dass Oppositionelle in Venezuela zum Aufstand aufrufen, die Straßen sperren und Autos anzünden. Inzwischen rebelliert ein ganzes Volk gegen unfähige Linkspopulisten, die das südamerikanische Land an den Abgrund regiert haben.

Laut der brasilianischen Regierung steht es nun an erster Stelle, dass „eine Einladung/Aufforderung zum Dialog erfolgt und mit friedlichen Lösungen die festgefahrene Situation zwischen Regierung, der Opposition und den Demonstranten entschärft wird“.

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  1. 1
    Mannfred Knobloch

    Dass diese linken Hobbyblogger lügen was das Zeug hält, ist bekannt. Nicht umsonst müssen sie um Spenden betteln. Jeder halbwegs intelligente Mensch nimmt diese gequirlte Lügenkacke erst gar nicht ernst. Gesindel einer aussterbenden Lügengeneration.

  2. 2
    Leonid Bockelmann

    Ich bin deutscher Staatsbürger, wurde in Venezuela geboren. Meine Familie lebt in Caracas. Es ist grauenhaft und verbrecherisch, was in meinem Heimatland geschieht. Die linke Presse in Deutschland lügt, dass sich die Balken biegen. Mein Vater und meine Mutter berichten mir von Greueltaten der Regierung. Es ist unbestritten, dass auch rechte Randalierer involviert sind. Diese sind allerdings in der Minderheit – ein Volk begehrt auf.

  3. 3
    suizo

    Man sieht halt schon, dass in Südamerika ein Menschenleben weniger Wert ist, als in Europa!!!
    und dass die meisten käuflich sind!!!

  4. 4
    Mango

    GELD REGIERT DIE WELT… @suizo hast vollkommen recht, hier ist ein Menschenleben viel weniger Wert als eine Fliege in Europa..

  5. 5
    VE-GE

    Na dann koennt Ihr ja froh sein das Ihr nicht in Venezuela / Suedamerika wohnt…..Der einzige Dialog ist: Maduro mit seinen Rothemden muessen weg.

  6. 6
    Martin Bauer

    Die Klassifizierung Links/Rechts erfolgt in Venezuela völlig anders, als in Europa. Für die venezolanische Regierung ist jeder ein rechtsextremer Faschist, der nicht bereit ist, für die sozialistische Revolution Schwerverbrechen bis hin zu Mord und Folter zu begehen. Selbst Sozialdemokraten und Leute weit links davon gelten als Faschisten, wenn nicht der PSUV angehören.

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