Venezuela: Zehn Menschen sollen an Chikungunya gestorben sein – Update

perez

Todesfälle hängen laut Ministerin Nancy Pérez nicht mit dem Ebola-Virus zusammen (Foto: AVN)
Datum: 17. September 2014
Uhrzeit: 10:13 Uhr
Leserecho: 18 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach Angaben der venezolanischen Ärztevereinigung sind in den letzten Tagen neun Menschen (vier Kinder) im zentralen Bundesstaat Aragua an einer geheimnisvollen Krankheit gestorben. Gesundheitsministerin Nancy Pérez schloss am Dienstagabend (16.) Ortszeit aus, dass die Todesfälle mit dem Ebola-Virus zusammenhängen könnten. „Das Ebola-Fieber ist in Venezuela bis heute nicht diagnostiziert worden“, so Pérez vor Journalisten in Caracas.

Tarek El Aissami, Gouverneur von Aragua, bezichtigte die Mediziner vor wenigen Tagen der Lüge und spricht von einer Kampagne der Desinformation und des Terrorismus. Die von verschiedenen Medien präsentierten “Beweisfotos” wurden als Fälschung bezeichnet. Die neun Opfer waren mit Symptomen wie Unwohlsein, Fieber, Hautflecken und Blasen im Mund in ein Krankenhaus in der Bundeshauptstadt Maracay eingeliefert worden.

Update 18. September:

Laut dem Arzt und ehemaligen venezolanischen Gesundheitsminister Rafael Orihuela starben die Infizierten an einer schweren Form von Chikungunya. „Die Regierung muss endlich akzeptieren, dass ihre Gesundheitspolitik versagt hat. Wir geben ihr (Regierung) ein Ultimatum von 48 Stunden, um der Bevölkerung die Wahrheit zu sagen – danach werden wir dies tun. Jeder weiß, dass das was in Maracay, Valencia, Caracas, Vargas und Valles del Tuy passiert ist, eine sehr schwere Chicungunya-Epidemie ist. Alle Welt spricht über das Virus – unsere Regierung vertuscht es“, so Orihuela.

Am Donnerstag (18.) berichteten staatlich nicht kontrollierte/manipulierte Medien, dass ein zweijähriges Mädchen im Bundesstaat Aragua gestorben sei. Das Kind sollte nach Angaben seines Vaters am Montagabend mit über 40 Grad Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert werden und verstarb im Krankenwagen.

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  1. 1
    Caramba

    Na wenn Ms Perez das ausschliesst, muss sich ja niemand mehr Sorgen machen!
    /Sarkasmus aus

    • 1.1
      fideldödeldumm

      Warum ist das Gesicht des Sozialismus eigentlich immer so hässlich?

  2. 2
    Inge Alba

    Welche der zahlreichen, möglichen verheerenden, tödlichen Krankheiten schliesst sie denn noch aus? Schliesslich besteht die Welt nicht nur aus Ebola Infektionen, bei dieser in der letzten Zeit krassen Unterversorgung an Medikamenten, Unterversorgung an einfachsten Hygienemitteln, ist hier doch jede andere Art an Epedemieen wie Bakterien-und oder Viruskrankheiten nicht auszuschliessen. Wenig Wasser vorhanden, keine ärztl. ausreichende Versorgung, wenn ich im barrio leben würde, würde ich mir nun ernsthaft Sorgen machen, wohin werden die Kloaken geleitet?
    Die WHO sollte sich unbedingt um diesen Fall kümmern. Es wird als erstes immer die Armen treffen, die Specker im Regierungsviertel sind ja wohl noch mit allem gut versorgt und wenn es brenzlig wird, dann haut man mit dem letzten flugfähigen Flieger schnell noch ab.

    • 2.1
      Caramba

      Das ist nur zum Teil richtig – insofern als die Barrios mehr offenes Wasser (für Mücken) haben (kleine Pfützen auf Mülltüten etc). Also mehr Mücken – mehr Risiko.
      Aber auch einen Chavista und sogar einen General stechen Mücken, und wenn in 1-3km Umkreis (Aktionsradius v Mücken) das Virus existiert, hat auch der eine gute Chance infiziert zu werden.
      Nur hat der halt vermutlich dann bessere Versorgung, allerdings gibt es weder Impfung noch Heilmittel.
      Ein einigermassen demokratisches Virus……

  3. 3
    Amiguita

    Gestern ist wieder ein Mädchen gestorben, 3 Jahre alt.
    Wir erfahren es nur, wenn die Familien es im Netz veröffentlichen, vermutlich sind es schon mehr.
    Aber so lange man die Ärzte als Terroristen verhaftet, wird natürlich die Krankheit nicht beseitigt. Vermutlich fällt das unter Chavista Logik!

    • 3.1
      Caramba

      Logo fällt das unter Logik.
      Die Krankheit wird zwar nicht beseitigt, aber auch nicht bekannt.
      Keine Presse über die Krankheit bedeutet für das Stimmvieh keine Krankheit…..und die Gerüchte kann man schön mit den „kapitalistischen Terroristen“ erklären.
      Also alles im Griff im sozialistischen (Arbeiter- und Bauern-) Paradies!
      Solange, bis auch die Chavista de la calle merken, dass es eine Epidemie ist – und dann is zu spät.
      Logisch, oder?

  4. 4
    Der Bettler

    Da haben wir wieder eine Suppenhenne als Ministerin,die von Medizin keine Ahnung hat aber große Ansagen machen.Der sollte man beim ersten Ton wenn sie den Mund aufmacht,gleich das Mikro entziehen.Eine Frechheit!!!

    • 4.1
      der Reisende

      Wer nur soll dieser hirnlosen Ministerin das Micro entziehen ????
      Die unfähige Bevölkerung mit Sicherheit nicht !!!
      Also wer ????

  5. 5
    Der Bettler

    Ja ,das frage ich mich mittlerweile auch.Wenn alles nicht so trostlos und traurig wäre, könnte ich über diese Idioten sogar noch lachen.Aber wo sind Fernando mit seinen superschlauen Ratschlägen , und Cocodrillo,alle linken Rotbacken? Haben die jetzt endlich begriffen wie es ist,sich in Deutschland/Europa die Eier zu schaukeln,um zu sehen was mit ihren Land passiert? Trauriges Gesindel!! Ihr Pfeiffen werdet nie eure Heimat retten,denn dazu seid ihr leider zu blöd.

    • 5.1
      Inge Alba

      Gerettet wird Vnezuela so oder so nicht, da spielen zu viele Interessen dagegen, von allen Seiten, leider. Mal überlegen, wenn den Amis etwas an einem stabilen, wirtschaftlichen starken Venezuela gelegen wäre, was hätten die dann schon vor langer Zeit getan?? Ja, deshalb, da sind von dieser Seite auch wieder so ein paar Aasgeier unterwegs, die sich dann den Leichnam hinterher einvernahmen wollen. Also, Hilfe kann man getrost vergessen, Hilfe von den Venezolanern im Ausland – 50%- davon ist auch zu vergessen, stehen auf der falschen Seite. Was bleibt übrig? Vergesst eure friedlichen Demos und schlagt richtig zu, egal ob Venezolano oder Resident, wer dort leben will, muss sein Glück selbst in die Hand nehmen, und diese Hand kann nur mit einem Gewehr überleben. Also, ob Pfeiffe oder nicht, ist egal, die Heimat kann nur noch mit Waffengewalt gerettet werden, mit Sprüchen bekommt man diese Bagage nicht weg, die haben sich festgekrallt wie ein junges Äffchen im Fell der Mutter. Seht euch um, bekommt ihr Hilfe von einer Seite die ein Gewicht in der Welt hat?? Nein, die warten alle um sich ein Stück von Maduros Nachlassenschaft einzuverleiben, und die können alle warten, und keinem von denen ist daran gelegen dass Venezuela sich erholt oder wieder auf die Beine kommt, keinem.-

  6. 6
    Amiguita

    Und hier ist er schon, der erste Ebola Fall
    http://www.grupowallstreet.com/2014/09/estudiante-universitario-es-el-primer_49.html

    Was nun Frau Ministerin?

    • 6.1
      Ebola

      Ha, ha, ha, en Columbia lo mismo tambien:

      http://www.grupowallstreet.com/2014/09/estudiante-universitario-es-el-primer_15.html

      • 6.1.1
        Inge Alba

        Gleiches Foto wie beim Fall in Venezuela, gleicher Text. Langsam muss ich dem Maduro & Co. Recht geben. Tut mir leid, aber mit so etwas macht man keinen Spass oder Propaganda, sind die denn alle Besoffen? Wenn man etwas gegen diese Regierung vorbringen will, dann bitte mit Hand und Fuss, bitte keine „Verdächtigungen“, und Lügen aus dem Blauen heraus.
        Bin kein Freund von dem Regierungsgesindel, aber so etwas treibt denen nur noch mehr Menschen zu. Man sollte schon etwas das Gehirn benutzen und bei der Wahrheit bleiben.
        Was ist nun Fakt? Wer weiss was wirklich los ist?

  7. 7
    Inge Alba

    Das kommt davon, wenn man kein Geld in medizinische Ausrüstung, Ausbildung und generelle Vorsorge steckt. Es ist tragisch, dass dann immer die, die nichts haben zuerst bestraft werden. Man soll keinem Menschen etwas böses wünschen, aber bevor der normale Venezolaner so ne Krankheit bekommt, wünsche ich sie lieber dem Maduro, dem Diosdado, dem ganzen Regierungsklüngel an den Hals. Hat man davon, wenn man seine ganze Kohle an Bruderstaaten verschleudert und natürlich sich selbst grosszügig bedient, sie sollten als Erste diese Krankheit bekommen um zu sehen, was sie alles verbrochen haben.

  8. 8
    Martin Bauer

    Ich weiss ja nicht, was ihr alle mit Chicungunya für Erfahrungen gemacht habt. Es scheint ja keinen selber zu betreffen…? Doch, um das hier mal ganz deutlich klar zu stellen, diese aktuelle Chicungunya Epidemie ist von allem, was mir in meinem ganzen Leben begegnet ist, die mit der höchsten Infektiosnrate und Verbreitungsdichte in den davon betroffenen Gebieten. Meine Frau und Sohn hatten es, ihre Schwester, Mutter und ein Cousin haben es gerade. Mehrere direkte Nachbarn liegen damit flach. Kaum jemand, den ich in Venezuela kenne, ist oder war nicht daran erkrankt.
    Der Verlauf ist grundsätzlich harmlos, wenn auch sehr schmerzhaft und schwächend. Die schlimmste Phase ist zumeist nach 4 Tagen überstanden. Es kommt jedoch oft zu Rückfällen, nicht selten 2 bis 3 mal, so dass sich die Tortur auch über einen Monat lang hinziehen kann.
    Wenn eine normale Grippe-Epidemie schon Hunderttausende, manchmal Millionen Menschen das Leben kosten kann, ohne dass darüber viel Aufhebens gemacht wird, sollte man die relativ wenigen Sterbefälle durch Chicungunya nicht überbewerten. Die Gefahr ist nicht zu leugnen, aber die Sterberate scheint bei Chicungunya deutlich niedriger zu sein, als bei einer Grippe.

    Die aus Maracay und anderen Orten berichteten Todesfälle scheinen mir, den Fotos und geschilderten Symptomen nach zu urteilen, etwas ganz anderes zu sein, als Chicungunya. Doch ich bin kein Mediziner…

  9. 9
    Ismael Garcia

    Neeee, nachdem mehr als 8 Patienten an eine unbekannte Krankheit gestorben sind; mit ganz anderen Symptome. Sie Regime schweigt über die Gefahr einer Epidemie und die Regime unterdrückt und verfolgt die Ärzte, die die Bevölkerung aufmerksam gemacht haben. Jetzt sind die Ärzte politische Verfolgten!

  10. 10
    jose

    Danke
    Martin Bauer!
    Weder Brockhaus noch Pschyrembel oder spezifische Werke über Tropenkrankheiten drucken Zeichnungen oder Fotos „dieser offensichtlich ganz neuen“ der Form “ des venezolanischen „chickungunya“ fevers hin.
    Seit Jahrzehnten kennt man in den ursprüglich betroffenen Ländern (Kontinenten) keine ursächliche Therapie.
    http://latina-press.com/news/181980-chikungunya-virus-ueber-193-000-verdachtsfaelle-in-der-dominikanische-republik/

  11. 11
    Martin Bauer

    Wikipedia beschreibt, dass es auch eine hämorrhagische Form des Chikungunyafiebers gibt, die nur selten auftritt. Nur diese schwere Form ist international meldepflichtig. Dies könnte die in der Klinik von Maracay aufgetretene Krankheit sein. Aber als medizinischer Laie kann ich mir da kein Urteil erlauben. Das könnten auch Mediziner nur nach eingehenden Laboruntersuchungen, die in Venezuela kaum durchführbar sein dürften. In Deutschland verfügen nur 3 Kliniken über die nötigen Vorraussetzungen.

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