Bolivarischer Sieg? Venezuela bereits vier Mal nicht-ständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat

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Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat ist ohne Bedeutung (Foto: Archiv)
Datum: 19. Oktober 2014
Uhrzeit: 11:06 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat am Donnerstag (16.) mit der Unterstützung von 181 der 193 Mitglieder Venezuela als nicht-ständiges Mitglied für zwei Jahre in den Weltsicherheitsrat gewählt. Das linksgerichtete Regime feierte die Wahl als großen Triumph und beispielloses Ereignis. Das Venezuela bereits vier Mal nicht-ständiges Mitglied war und während dieser Zeit (1962-1963, 1977-1978, 1986-1987 und 1992-93) lediglich mit Anwesenheit glänzte, wurde nicht erwähnt.

In Venezuela ist es durchaus üblich, dass die Asphaltierung eines zwei Kilometer langen Feldweges als „Sieg und Erfolg der Revolution“ gefeiert wird. Dass der gescheiterte Sozialismus des 21. Jahrhunderts für leere Regale sorgt und die Menschen zum Kauf von Medikamenten über die Grenze nach Kolumbien treibt, wird systembedingt als Wirtschaftskrieg bezeichnet.

„Die erneute Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat ist ohne Bedeutung. Die Prioritäten der Menschen in Venezuela bestehen aus der Suche nach Paracetamol, Windeln und Lebensmittel. Maduro feiert den Beitritt mit Champagner, während im Land täglich 50 Menschen wie Robert Serra ermordet werden. Dieses Regime ist nicht einmal in der Lage die Sicherheit der eigenen Bevölkerung zu garantieren und will sich im Sicherheitsrat das Gesicht der Repression, Lügen und des Versagens waschen. Ich bin gespannt, ob sie jetzt auch die UN-Resolutionen erfüllen“, teilte Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski mit.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Schneck

    Nun so ganz bedeutungslos ist die Mitgliedschaft auch nicht, man wird wargenommen und hat die Möglichkeit mitzureden, wenn auch ohne Stimmrecht. Für „Bedeutungslose“ ist das auf alle Fälle eine Aufwertung. Es handelt sich hierbei doch um den Weltsicherheitsrat der sich Gedanken um unsere Sicherheit machen soll, oder nicht? Ich verstehe nicht , wie man auf so eine Idee kommen kann,eines der kriminelsten Länder in dieseEinrichtung für 2 Jahre einzubeziehen. Für den Busfahrer ist dies natürlich ein gefundenes Fressen. Eine Bestätigung seiner „bisherigen erfolgreichen Chaospolitik“.

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Man muss allerdings dazu sagen, dass sich kein anderes lateinamerikanisches Land gefunden hat um sich als nicht ständigen Sitz im Sicherheitsrat der UNO zu bewerben.
      Während der HCF-Zeit wurde Venezuela einmal in einer Abstimmung abgelehnt. Interessant wäre, welchen Zirkus der venezolanische Vertreter im Sicherheitsrat veranstalten wird.

  2. 2
    Gast.

    Bei den Erfahrungen mit der Weltsicherheit sollten Sie doch mindestens
    einen Platz neben der Toilettentür bekommen.

  3. 3
    Schneck

    Gast—haben Sie den Platz im Inneren bereits besetzt?

  4. 4
    Manuel Ritter

    Ist das gleiche, als wenn in Caracas eine Toilette verstopft ist: Interessiert keinen Arxxxxxx. Die Welt weiß, dass in Venezuela ein Vollpfosten ums Überleben kämpft…………Dreck ist vergänglich.

  5. 5
    Martin Bauer

    Wenn doch nur „…täglich 50 Menschen wie Robert Serra ermordet…“ würden, dann wären die roten Mörder bald ausgestorben. Leider sind es überwiegend ganz andere Leute, die ermordet werden.

  6. 6
    Inge Alba

    Weltsicherheitsrat-ONU- ja, das hat Klang, damit kann man die einfachen Leute beeindrucken, und dies ist alles was die wollen, mehr haben die nicht im Sinn. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen a) die Chavez Tochter ist beschäftigt und streckt die gierigen Ärmchen nicht nach Maduros Stuhl aus
    b) wie oben erwähnt, damit kann man bei den einfachen Leuten punkten, seht her, so sehr schätzt man uns, wir sind wichtig, ihr seid wichtig.

  7. 7
    alexandro

    An dieser Abstimmung kann man ersehen welches Genree im“ Sicherheitsrat“vorherscht. Die meisten von Nichts eine Ahnung (Weltkasperltheater)

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